{"id":2485,"date":"2025-10-06T14:35:32","date_gmt":"2025-10-06T12:35:32","guid":{"rendered":"http:\/\/lusitanistenverband.de\/?page_id=2485"},"modified":"2025-10-06T15:04:30","modified_gmt":"2025-10-06T13:04:30","slug":"preistraeger-2025","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/lusitanistenverband.de\/pt\/foerderpreis\/preistraeger-2025\/","title":{"rendered":"Preistr\u00e4ger 2025"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n\n\n\n<p>Es wurden in diesem Jahr zwei Masterarbeiten ausgzeichnet:<\/p>\n\n\n\n<p>\u2013 N\u00faria Baltrons Le\u00f3n (Universit\u00e4t Heidelberg): <em>Intertextualidad (cr\u00edtica) y no fiabilidad. Una conceptualizaci\u00f3n de los experimentos ficcionales de Machado de Assis en Dom Casmurro<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u2013 Jan Michel K\u00fchn (Universit\u00e4t Leipzig): <em>Der Einfluss von H\u00f6rer- fahrung auf die Bewertung von Aussprache \u2013 Eine Studie mit Portugiesisch-Lernenden mit Deutsch L1<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Es folgen die <em>laudationes<\/em> durch jeweils Prof. Dr. Joachim Steffen, gehalten am im Rahmen der Preisverleihung auf dem 16. Lusitanistentag an der LMU, M\u00fcnchen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Sehr geehrte Damen und Herren,<br>liebe Kolleginnen und Kollegen,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">es ist mir eine besondere Freude, heute im Namen des Deutschen Lusitanistenverbands die Masterarbeit von <strong>Frau N\u00faria Baltrons Le\u00f3n<\/strong> mit dem <strong>Georg-Rudolph-Lind-Preis<\/strong> auszuzeichnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Ihre Studie<br><strong>\u201eIntertextualidad (cr\u00edtica) y no fiabilidad. Una conceptualizaci\u00f3n de los experimentos ficcionales de Machado de Assis en <em>Dom Casmurro<\/em>\u201c<\/strong><br>verbindet eine nuancierte Textlekt\u00fcre mit einem anspruchsvollen theoretischen Rahmen. Im Zentrum steht die Frage nach der Unzuverl\u00e4ssigkeit des Erz\u00e4hlers, die sie \u00fcberzeugend mit einem intertextuellen Analyseansatz verkn\u00fcpft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Wie Prof. <strong>Dr. Sarah Burnautzki<\/strong> in ihrem Gutachten schreibt, gelingt es der Autorin,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">\u201edie Gefahr einer ahistorischen Transposition eines gegenw\u00e4rtig nicht abschlie\u00dfend definierten literarischen Ph\u00e4nomens [\u2026] zu vermeiden, indem sie das als unzuverl\u00e4ssig bezeichnete Ph\u00e4nomen in eine \u00e4ltere literaturgeschichtliche Diskussion \u00fcber die grundlegende Spannung zwischen Mimesis und Poiesis einbettet und die \u00fcber die Figur Bento\/Dom Casmurro artikulierte Erz\u00e4hlstrategie vor dem Hintergrund einer Dialektik zwischen realistischer Nachahmung und poetischer, mithin unzuverl\u00e4ssiger Verfremdung beschreibt\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Dar\u00fcber hinaus hebt sie hervor:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">\u201eDie Qualit\u00e4t und Tiefe der Textanalyse sind bemerkenswert und zeugen von einer Beherrschung des literaturwissenschaftlichen Handwerkszeugs, die \u00fcber die \u00fcblichen Erwartungen an eine Masterarbeit hinausgeht und die Verf. bereits jetzt f\u00fcr die wissenschaftliche Arbeit ausweisen\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Diese wissenschaftliche Exzellenz wurde mit der Bestnote <strong>\u201esehr gut (1,0)\u201c<\/strong> bewertet und die Arbeit zur Ver\u00f6ffentlichung empfohlen \u2013 ein Urteil, dem wir uns als Verband mit Nachdruck anschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Im Namen des DLV gratuliere ich Frau N\u00faria Baltrons Le\u00f3n herzlich. Ihre Arbeit leistet nicht nur einen wertvollen Beitrag zur Machado-Forschung, sondern zeigt beispielhaft, was die Lusitanistik zu leisten vermag: theoretisch fundiert, kritisch reflektiert und literarisch sensibel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>Herzlichen Gl\u00fcckwunsch!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>Laudatio f\u00fcr Jan Michel K\u00fchn<\/strong><br><strong>Georg-Rudolph-Lind-F\u00f6rderpreis f\u00fcr Lusitanistik 2025<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Sehr geehrter Herr K\u00fchn,<br>sehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">im Namen des Deutschen Lusitanistenverbands freue ich mich, heute Herrn <strong>Jan Michel K\u00fchn<\/strong> mit dem <strong>Georg-Rudolph-Lind-F\u00f6rderpreis f\u00fcr Lusitanistik 2025<\/strong> auszeichnen zu d\u00fcrfen \u2013 f\u00fcr seine herausragende Masterarbeit mit dem Titel:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>\u201eDer Einfluss von H\u00f6rerfahrung auf die Bewertung von Aussprache \u2013 Eine Studie mit Portugiesisch-Lernenden mit Deutsch L1\u201c<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Mit gro\u00dfer konzeptioneller Pr\u00e4zision und methodischer Sorgfalt untersucht Jan K\u00fchn einen Aspekt des Sprachlernens, der h\u00e4ufig vernachl\u00e4ssigt wird: den Einfluss der H\u00f6rerfahrung auf die Bewertung von Fremdsprachenakzenten. Wie der Zweitgutachter <strong>Lukas Fiedler<\/strong> betont, bietet die Arbeit \u201eeinen \u00e4u\u00dferst interessanten Einblick in die Wahrnehmung von Fremdakzenten\u201c und macht deutlich, \u201edass f\u00fcr die Bewertung von Aussprache eine breitere Perspektive einzunehmen ist.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Besonders hervorzuheben ist die <strong>Verkn\u00fcpfung von Theorie und Empirie<\/strong>. Die Arbeit \u00fcberzeugt mit einem <strong>Mixed-Methods-Ansatz<\/strong>, der sowohl quantitative als auch qualitative Daten erhebt und auswertet. Der Erstgutachter <strong>Prof. Dr. Benjamin Meisnitzer<\/strong> w\u00fcrdigt die Leistung als \u201eeine hervorragend durchdachte, sprachlich ansprechende, insgesamt \u00e4u\u00dferst gelungene Arbeit, die insbesondere durch ihre empirische Fundierung und methodische Genauigkeit \u00fcberzeugt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Auch die wissenschaftliche Relevanz ist unbestritten. Die Untersuchung bewegt sich in einem Bereich mit deutlichen Forschungsdesideraten \u2013 gerade im Hinblick auf die portugiesische Sprache. Ihre Ergebnisse haben nicht nur Erkenntniswert, sondern auch das Potenzial, zuk\u00fcnftige Forschungen im Bereich der Aussprache und Sprachbewertung ma\u00dfgeblich zu beeinflussen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>Die Arbeit  wurde mit der Gesamtnote \u201esehr gut\u201c (1,3)<\/strong> abgeschlossen \u2013 eine Leistung, die durch den heutigen Preis eine angemessene W\u00fcrdigung erf\u00e4hrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Lieber Herr K\u00fchn,<br>mit dieser Arbeit leisten Sie nicht nur einen Beitrag zur Lusitanistik, sondern auch zu einer inklusiveren und reflektierteren Fremdsprachendidaktik. Daf\u00fcr gratuliere ich Ihnen sehr herzlich \u2013 im Namen des gesamten Verbands.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Wir freuen uns auf Ihren weiteren Weg \u2013 und vielleicht schon bald auf Ihre n\u00e4chste Forschungsarbeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>Herzlichen Gl\u00fcckwunsch!<\/strong><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es wurden in diesem Jahr zwei Masterarbeiten ausgzeichnet: \u2013 N\u00faria Baltrons Le\u00f3n (Universit\u00e4t Heidelberg): Intertextualidad (cr\u00edtica) y no fiabilidad. 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