{"id":55,"date":"2017-11-18T18:12:26","date_gmt":"2017-11-18T17:12:26","guid":{"rendered":"http:\/\/romanistisches-kolloquium.de\/dlv\/?page_id=55"},"modified":"2017-11-20T19:24:21","modified_gmt":"2017-11-20T18:24:21","slug":"afrolusitanistik","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/lusitanistenverband.de\/pt\/was-ist-lusitanistik\/afrolusitanistik\/","title":{"rendered":"Afrolusitanistik"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext\">Matthias Perl (Universit\u00e4t Mainz)<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\n<h1><b>Afrolusitanistik im deutschsprachigen Raum<\/b><\/h1>\n<p class=\"bodytext\"><b>Geschichte und Gegenwart einer Grenzdisziplin<\/b><a href=\"http:\/\/www.afrolusitanistik.de\/PERL\/perl.htm#N_1_\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b><sup>\u00a0(1)<\/sup><\/b><\/a><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>0 Begriffsbestimmung<\/p>\n<p><\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Fast zeitgleich und gezwungenerma\u00dfen unabh\u00e4ngig voneinander wurde Anfang der achtziger Jahre das Aufgabenfeld der linguistischen Afrolusitanistik von deutschsprachigen Romanisten abgesteckt.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Der Kieler J\u00fcrgen Schmidt-Radefeldt (1983: 275-302) informiert in einem Aufsatz \u00fcber die historische Herausbildung der Pr\u00e4senz des Franz\u00f6sischen und Portugiesischen in Afrika und \u00fcber das Studium der dort gesprochenen Sprachvariet\u00e4ten. Zur gleichen Zeit stellt der Leipziger Matthias Perl (1983: 299-301) einen Aufgabenkatalog der Afrolusitanistik vor. Die Leipziger Romanisten greifen sp\u00e4ter noch einmal die Diskussion zum Aufgabengebiet der Afrolusitanistik auf (Endruschat \/ Hundt \/ Leiste \/ Perl 1989). Interessant war zu diesem Zeitpunkt die Diskussion, ob die Besch\u00e4ftigung mit den Variet\u00e4ten des Portugiesischen in Afrika und den portugiesisch-basierten Kreolsprachen Aufgabe der Romanistik oder der Afrikanistik sein sollte. Hier gab es durchaus \u00dcberschneidungen. In der DDR wurde die lusophone Literatur Afrikas von Afrikanisten untersucht, das Studium des Portugiesischen in Afrika und der Kreolsprachen blieb Lehr- und Forschungsgegenstand der Romanisten.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Im nichtdeutschsprachigen Ausland wurde ebenfalls die Besch\u00e4ftigung mit der portugiesischen Sprache und Literatur in Afrika meist als Aufgabe der romanistischen Abteilungen angesehen, so z.\u00a0B. in den daf\u00fcr international bekannten Zentren in Rennes, Leningrad (St. Petersburg), Bukarest, Lissabon, Louvain und an verschiedenen brasilianischen Universit\u00e4ten. Diese Tatsache l\u00e4\u00dft sich nat\u00fcrlich auch damit begr\u00fcnden, da\u00df es immer mehr Institute f\u00fcr Romanistik als solche f\u00fcr Afrikanistik gab. Es war jedoch kein Zufall, da\u00df sich die Afrolusitanistik besonders gut an den Universit\u00e4ten entwickeln konnte, wo eine Zusammenarbeit von Afrikanisten und Romanisten m\u00f6glich war.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Bibliographische Hinweise zum Studium der lusophonen Literatur in Afrika, zur Landeskunde und zu afrikanischen Sprachvariet\u00e4ten brachte sp\u00e4ter auch der Frankfurter Romanist Axel Sch\u00f6nberger (1988).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">In meinem Aufsatz werde ich mich notwendigerweise auf die linguistische Afrolusitanistik und auf die Studien zu portugiesisch-basierten Kreolsprachen in Afrika beschr\u00e4nken und Arbeiten zu au\u00dferafrikanischen Variet\u00e4ten nur am Anfang erw\u00e4hnen, da deutlich werden soll, da\u00df die ersten Beschreibungen von portugiesisch-basierten Pidgins und Kreols durch deutschsprachige Reisende, Missionare und Philologen erfolgte. Es gibt also f\u00fcr dieses Gebiet eine lange Wissenschaftstradition, auch wenn die ersten Beschreibungen noch nicht von Philologen stammen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">F\u00fcr die literaturwissenschaftliche Afrolusitanistik soll nur gesagt werden, da\u00df es bis 1991 hierf\u00fcr ein international anerkanntes Zentrum an der Leipziger Sektion f\u00fcr Afrika- und Nahostwissenschaften gab, die nach der Wiedervereinigung abgewickelt wurde. Unter Leitung des Literatur- und Kulturwissenschaftlers Rainer Arnold wurden mehrere Dissertationen unter anderem zur angolanischen Literatur, zur lusophonen Lyrik in Afrika und zu anderen Themen fertiggestellt. Die Autoren weilten zum Teil f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit in den entsprechenden afrikanischen L\u00e4ndern (Gebert 1986, Mildner-Spindler 1987, Traumann 1988).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Im deutschsprachigen Raum haben sich in den letzten Jahren mehrere Fachkollegen auf die portugiesischsprachige Literatur in Afrika spezialisiert. Hierf\u00fcr sind besonders bekannt: Heike Gebert in Leipzig, Ilse Pollack in Wien, Christa Serauky in Berlin, Gerhard Sch\u00f6nberger in Frankfurt am Main, Hans-Peter Heilmair-Reichenbach in Freiburg im Breisgau, der jetzt an einer Habilitationsschrift zur Lusographie und Lusophonie in Afrika arbeitet, und der seit vielen Jahren in Deutschland t\u00e4tige portugiesische Kollege Luciano Caetano da Rosa in Mainz.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Wenn man sich die Arbeiten der genannten Kollegen anschaut, f\u00e4llt auf, da\u00df es Spezialisten f\u00fcr fast alle offiziell portugiesischsprachigen L\u00e4nder in Afrika (PALOP) gibt: Caetano da Rosa, Gebert und Serauky f\u00fcr Angola, G. Sch\u00f6nberger f\u00fcr Mosambik, Pollack und Heilmair-Reichenbach f\u00fcr die Kapverden sowie Caetano da Rosa f\u00fcr S\u00e3o Tom\u00e9 e Pr\u00edncipe sowie Guinea-Bissau. Es soll bereits an dieser Stelle erw\u00e4hnt werden, da\u00df die in Bonn befindliche Deutsche Gesellschaft f\u00fcr die Afrikanischen Staaten Portugiesischer Sprache (DASP) mit ihren Tagungen und Symposien sowie mit den DASP-Heften entscheidend zur Verbesserung der Kenntnisse \u00fcber die PALOP-Staaten beigetragen hat. Zu den wissenschaftlichen Tagungen wurden und werden immer auch Literatur- und Sprachwissenschaftler eingeladen. Die Zeitschrift\u00a0<i>Lusorama<\/i>stellt der Afrolusitanistik &#8211; auch in einer eigenen Beiheftreihe &#8211; ebenfalls ein wichtiges Forum zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>1 Die deutschsprachige Reiseliteratur<\/p>\n<p><\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Der wahrscheinlich erste Text in einer Kreolsprache bzw. deren Vorstadium als portugiesische Handelssprache wurde von dem th\u00fcringischen Reisenden George Meister in Indonesien aufgezeichnet. Es handelt sich um ein Gespr\u00e4ch zwischen einem holl\u00e4ndischen und einem schwedischen Soldaten. Auch wenn dieser Text nicht zur Afrolusitanistik geh\u00f6rt, soll er dennoch angef\u00fchrt werden, da es sich um das fr\u00fcheste nichtliterarische Dokument in einer Kreolsprache bzw. seiner Vorg\u00e4ngervariet\u00e4t, einem Pidgin-Portugiesisch, handelt. Wie ich sp\u00e4ter zeigen werde, gibt es mehrfache Beziehungen von deutschsprachigen Reisenden bzw. Philologen zu Kreolsprachen. Das nachstehende Textfragment wird als \u00e4ltester Beleg einer Vorstufe zu einer Kreolsprache angesehen (Meister 1692 (1973: 137-140):<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u00abIndianisch-portugiesisches und teutsches Gespr\u00e4che zwischen zweien Soldaten, namens Orlam und Orenpare, Orlam ist ein alter in Indien schon einige Jahre gewesener, Orenpare aber ein neuer aus Holland kommender Soldate, der eine ein Holl\u00e4nder, der andere ein Schwede von Nation.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Teutsch<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Gl\u00fcck zu Kamrad.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Gro\u00dfen Dank, Kamrad, willkommen auf Java Major oder Batavia.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Dieses ist ein \u00fcberaus warmes Land<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Das machet die Sonne und dero heftiges Strahlen-Brennen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Ists hier allezeit so warm?<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Ja allezeit, jahraus, -ein.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">O! verwunderliche Welt gegen Europa, unserm Vaterlande oder allezeit kalten Norden-L\u00e4ndern.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Mit der Zeit ver\u00e4ndert sich die Gewohnheit in die Natur.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Fallen hier keine k\u00fchlen Winde oder Regen, welche das Land, Menschen und Vieh erquicken?<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">So der Winter- oder Regen-Mond (Sonne hier genannt) k\u00f6mmt, f\u00e4llet nicht alleine Regen und Wind, sondern auch gro\u00dfe Ungewitter.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Hat man viel Soldaten in Besatzung?<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Nicht wei\u00df ich recht, irgend ungef\u00e4hr zehentausend f\u00fcnfhundert Mann im Lande.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Ist dies der stolze Riese und Trutz der Indianer, mich wundert, da\u00df bei so wenig Militair die vielen Nationes von fremden V\u00f6lkern, bevoran die Chineser, nicht einmal ihren Vorteil absehen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Was, meinet der Kamrad eine Rebellerei? Die Holl\u00e4nder sind keine Narren, zu dem Ende d\u00fcrfen sie keinen Kry\u00df, vielweniger ander Gewehr bei gro\u00dfer Strafe in ihren H\u00e4usern hegen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Dieses ist eine andere Art von Krebsen, wenn die Sache sich so verh\u00e4lt, so k\u00f6nnen sie wohl schwerlich zu einem solchen wichtigen Augenblick gelangen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Lieber, la\u00dft uns bei die Chineser gehen und zuschauen, ob er nicht ein gut Fr\u00fcst\u00fcck von einem frischen Salat und Bratwurst hat, wie Auch einen guten Trunk indianischen Branntwein, Arack.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Nach Belieben des Herrn Kamrads, ich hab ohndies heut noch nicht viel gegessen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Der Kamerad setze sich, wir werden balde dasjenige bekommen, damit wir den jagen wollen, der uns gejaget hat.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Ich habe gro\u00dfen Durst, mit Branntwein aber werd ich ihn schwerlich stillen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die braunschweigische Mumme ist hier zu Batavia sehr teuer. Wir m\u00fcssen einen guten Trunk Zucker-Bier kommen lassen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Was der Kamrad befiehlet, wird mir lieb<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Chines, bringe Bier her, welches gut ist.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Herr Kamrad, wann man hier zu Felde gehet, wider die Wilden, machen sie starke Truppen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Viertausend m\u00fcssen alle viel bei der Sache tun.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Wieviel Tausend ist der Feind stark, oder wie stark aber sind die Indianer und Feinde.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Zuweilen sind sie hunderttausend und mehr stark.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Wie k\u00f6nnen aber bei so einer Hand voll Volk die Holl\u00e4nder sich eine Viktoria versprechen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Genug, da\u00df die schwarzen Affen wir auf die Flucht jagen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Wieviel hat die Glocke geschlagen?<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Glocke hat 10 geschlagen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Ich mu\u00df eilend gehen, unsere Kompagnie wird ins Kastell marschieren.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Herr Kamrad, warte noch ein wenig, es ist noch Zeit genug.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Wir kommen schon wieder zusammen, hier ist mein Geld, Gott bewahr ihn, Herr Kamrad.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">(genug)<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Portigi<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Dabetjes Camrad.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Mutemesi Camrad bene vene aqui Supra Java Major au Batavia.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Este Terre mute cinte.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Causa Sole com ille mute Cima.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Semper aqui aussi cinte.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Se semper Anno de Annos.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">O! Miracul de Munde, contra Europae, nos Patria au semper frige cum nova Zembla.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Cum Tampo mutato Gostutume inoter Naturae.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Nontein un oter tempo loda vente frigidad au schoune qui Terre Animales homines recreade?<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Tempo de Tschoue wi tante vente schue<\/p>\n<p class=\"bodytext\">cum tampe grande Travedec au imper nes.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Quante Soldatos aqui pour garde Cidate cum fortesse?<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Non save tret e deus Mille sinco Centd tenderdera.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Este Kigange superbe possible aussi tante Nationes primere gentes de China quibon Soldatos de Corson grande tamte bon sinsemente.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Lembre Camrad un Rebellere ratien sihnores Hollandeses nontein Dotes per mor de este a poena grande illoders pode non carta un Criis sua corpe, mais mines garde oter Armo tentre Casa.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Est un oter sivertade te Gamrang pode fase possible cosa inpossible.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Milior wams Camrad no uslo Ande tenter un Casa chinesa lomande Araca un bon Salat cum Linguise fresca.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">De Volunte die signor Camerade Eebo daeng fomo agore, osie nocke Came mude.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Sante signor Camrad inde agore Lovi qui matte Fome per fomi lo faige Cure.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Eho grande secure cum Araca nom pode matte secure.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Mumme de Braunschweiga Batavia mute caro. Lomande tri oter bier de S\u00fccker.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Qui signor Camrad mande ego Eho con t\u00e4nte.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Chine tres aqui cras bier qui deng bon.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Sihnor Camrad si vous oters pour ante campe contra Indianos au Inimigos lo formade un grande Arme.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Quater Mille tante Gentes.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Quante Mille Inimigos.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Un tempo cente mille inimigos un tempo mais forte.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Un tang pote Cum mau gerti qui lei manire de aussi tamemino Soldatos pode gange Victorie.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Pasta Hollandeses este Buscho pretesloda tante Pancade pour muste curre.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Quanta Hora agore Jatalge.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Relosshe jada deuts hora jatalge.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Elo preste ante nos Compagnie la marche porla Castelle.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orlam<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Singor Camrad, spere un poco Mais non teyn tarde per marsche.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Orenpare<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Oter Tempe Lovi torne acqui aki daeng mine denire deos garde por vosse signor Camradi.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">(pasdac)\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Handelte es sich in diesem wahrscheinlich fr\u00fchesten Text in einer Pidgin- bzw. Kreolsprache um die Aufzeichnung eines Gespr\u00e4chs zwischen zwei Europ\u00e4ern durch einen deutschen Chronisten, kann man auch f\u00fcr den ersten schriftlichen Text, der von einem muttersprachlichen Sprecher in einer zumindest zum Teil portugiesisch-basierten Kreolsprache, dem Saramakkischen in Suriname, verfa\u00dft wurde, deutsche Missionare als Adressaten nennen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Herrnhuter protestantischen Missionare begannen ihre Mission unter den Buschnegern Surinames im Jahre 1763. Von 1780 bis 1899 schrieben konvertierte Sklaven bzw. Maroons 33 Briefe an die Herrnhuter Br\u00fcder. Diese Dokumente in den Sprachen Saramakkisch und Sranan entdeckte ich im Herrnhuter Archiv und konnte sie 1992 auf einer Konferenz in Amsterdam erstmals vorstellen. Zusammen mit Jacques Arends (Amsterdam) habe ich einige Briefe mittlerweile ver\u00f6ffentlicht (vgl. Arends \/ Perl 1995 und Perl 1995c).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Deutsche Quellen enthalten somit nicht nur den ersten nichtliterarischen Text in einer portugiesisch-basierten Pidgin- bzw. Kreolsprache, sondern auch den wahrscheinlich ersten von einem muttersprachlichen Sprecher verfa\u00dften Text in einer zumindest teilweise portugiesisch-basierten Kreolsprache (Saramakkisch).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Metasprachliche \u00c4u\u00dferungen zur Sprachsituation in Afrika oder die Anf\u00fchrung von kleineren Textpassagen k\u00f6nnen als erste vorwissenschaftliche Besch\u00e4ftigung mit dem Portugiesischen und den portugiesischen Kreolsprachen angesehen werden.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">An der portugiesischen Kolonialexpansion nahmen von Anfang an auch deutsche H\u00e4ndler und Soldaten teil. Bereits im 15. Jahrhundert gr\u00fcndeten deutsche Handelsh\u00e4user Niederlassungen in Lissabon. Die ersten Privilegienbriefe f\u00fcr deutsche Kaufleute datieren aus dem Jahre 1452 (Ehrhardt 1980: 40).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u00abIm Jahre 1502 erlangte ein deutscher Kaufmann die Erlaubnis, Vasco da Gama auf seiner zweiten Reise nach Indien zu begleiten, ganz zu schweigen von den drei Schiffen, welche die Welser aus Augsburg in die Flotte des Vizek\u00f6nigs Francisco de Almeida integrieren konnten, die 1505 von Lissabon nach Indien auslief. Der Faktor und Schreiber der Welser, der diese Expedition begleitete, ver\u00f6ffentlichte vier Jahre sp\u00e4ter seinen Bericht unter dem Titel:\u00a0<i>Die Merfart v\u00f1 erfarung n\u00fcwer Schiffung vnd Wege zu viln onerkanten Inseln vnd K\u00fcnigreichen\u00a0<\/i>[\u2026]\u00bb (Ehrhardt 1980: 40).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Neben Direktberichten von deutschen Reiseteilnehmern wurden nach Erfindung des Buchdrucks auch zahlreiche urspr\u00fcnglich in portugiesischer oder lateinischer Sprache verfa\u00dfte Reiseberichte ins Deutsche \u00fcbersetzt und in Deutschland verbreitet. Der Drucker, Geschichtsschreiber und Notar der deutschen Kolonie in Lissabon, Valentin Fernandes aus M\u00e4hren, der von 1495 bis 1516 in Lissabon lebte, hatte daran einen wesentlichen Anteil (vgl. Ehrhardt 1980: 40).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Eine der ersten deutschsprachigen Beschreibungen der Goldk\u00fcste, worin auch die Portugiesischkenntnisse der Afrikaner erw\u00e4hnt werden, stammt aus dem Jahre 1603 von Gotthart Arthus von Dantzig (1603: 8):<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u00abDie Eynwohner seyn unter ihren Obersten \/ die sie nennen Taba, und seynd ihnen sehr underth\u00e4nig \/ ihre Befehl und Gebott au\u00dfzurichten \/ die K\u00f6nige oder Obersten in den Flecken halten sich gar pr\u00e4chtig \/ und haben ein gro\u00df Ansehen \/ dann sie regieren sehr gestreng \/ und halten ihre Underthanen in grosser Forcht \/ ihre Sprach ist an einem Ort etwas anders als am andern \/ dann die mehrerteils ein wenig Frantz\u00f6sisch mit unter mengen \/ und dasselbe daher \/ da\u00df sie gewohnet seyn \/ mit den Frantzosen viel zu handeln \/ dadurch sie dann die Sprach ein wenig begriffen \/ wie auch die V\u00f6lcker \/ so am Goldgestad wohnen \/ gleichfalls gethan haben \/ welche auch ein wenig Portugalisch pflegen zu reden \/ und dasselbe daher \/ da\u00df die Portugaleser hiebevor viel mit ihnen gehandelt haben.\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Aus einem in Amsterdam 1671 in deutscher Sprache verfa\u00dften Reisebericht geht hervor, da\u00df es zu dieser Zeit bereits ein\u00a0<i>gebrochenes<\/i>\u00a0Portugiesisch gab:<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u00abAn eben demselben Strande \/ nicht weit vom Alischen Hafen \/ liegt das Vorgeb\u00fcrge \/ Cabode Mafte auf Portugallisch genennet \/ und drey Meilen hiervon Porto Novo \u2026 In diesem Guineischen Strande liegen erstlich die Fl\u00fcsse Rio das Palmas, und Rio Galinhas auf Portugallisch genennet \u2026 Im K\u00f6nigreiche Fetu liegt am Strande ein Dorf \/ welches die Einwohner Igwa nennen \/ die Weissen aber auf gebrochenes Portugallisch Cabo Curgo\u00bb (Dapper 1671: 337).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u00abMeist alle Einwohner uem dieses Vorgebuerge heruem \/ als auch dieselben am Flusse Gabon \/ reden \/ neben ihrer eigenen Landsprache \/ durch den langen uemgang mit den Portugalliern \/ eine gebrochene Portugallische Sprache\u00bb (Dapper 1671: 405).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u00abSie haben mit den Voelckern von Fetu \/ Atti \/ Sabon \/ Kommendo \/ und Abramboe \/ als auch Fantin \/ fast einerley Sprache \/ doch etwas lieblicher. Die mit den Holl\u00e4ndern am Strande handeln \/ reden fast alle die gebrochene Portugallische Sprache\u00bb (Dapper 1671: 452).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u00abDie Voelcker von Akara \/ Nengo \/ und Sinko haben auch eine unterschiedliche Sprache \/ und k\u00f6nnen einander \/ woe wohl sie Nachbahren seynd \/ nicht verstehen. Aber meist alle dieselben \/ die so wohl Landwaertsein \/ als am Strande wohnen \/ und mit den Weissen handeln \/ reden die gebrochne Portugallische \/ und Niederdeutsche \/ auch etliche die Fransoesische Sprache\u00bb (Dapper 1671: 472).\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Auch das Entstehen der f\u00fcr die Weiterverbreitung des gebrochenen Portugiesisch wichtigen Mischbev\u00f6lkerung wird bei Dapper beschrieben:<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u00abAuf das klahre Ecke folget Punto Lugar; und eine halbe Meile weiter \/ und sieben Meilen vom Alischen Hafen \/ an einem kleinen Flusse der offene Flecken \/ Juala: da etliche Portugallier wohnen \/ und eine ziemliche anzahl Mulater \/ welche gelbe oder braungelbe von Farbe \/ und aus einem Weissen Vater \/ und einer Schwarzen Mutter gezeuget. Beyde treiben alhier Kaufhandel\u00bb (Dapper 1671: 346).\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Herausbildung des portugiesisch-basierten Kreolisch in Westafrika wird auch anhand der deutschsprachigen Reiseliteratur ersichtlich:<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u00abAls dieses Land im Jahre 1420 von den Portugiesen erobert wurde: so lie\u00dfen sich einige von dieser Nation hier nieder die unter den Mandingoern wohnten, und endlich eine Nachkommenschaft hervorbrachten, die ebenso schwarz war. Sie haben noch eine Art von einer verderbten portugiesischen Sprache \u00fcbrig, welche die creolische genannt wird, und hier sehr gew\u00f6hnlich ist, ob man sie gleich zu Lissabon kaum verstehen w\u00fcrde. Die Engl\u00e4nder lernen sie geschwinder als irgend eine andere Sprache in dieser Gegend und sie wird von allen Dolmetschern gesprochen, die sich sowohl von Privatkaufleuten, als der Compagnie brauchen lassen. Weil sie sich durch einen Priester taufen und trauen lassen, der zu diesem Ende j\u00e4hrlich von St. Tiago \u2026 hergeschickt wird; so wollen sie immer noch eben sowohl f\u00fcr Wei\u00dfe, als Christen, angesehen seyn, und nichts \u00e4rgert sie mehr, als wenn man sie Neger nennet\u00bb (<i>Allgemeine Historie<\/i>\u00a01748: 148).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u00abDie Mandingoer haben auch eine geheime Sprache, die den Weibern g\u00e4nzlich unbekannt ist, und die nur allein von den M\u00e4nnern gesprochen, und selten anders von ihnen gebraucht wird, als in Gespr\u00e4chen \u00fcber den schon erw\u00e4hnten Mumbo Jumbo. Die n\u00e4chste hier \u00fcbliche Sprache ist Creolisch-portugiesisch, eine un\u00e4chte Art Portugiesisch, welches man kaum zu Lissabon versteht. Sie ist aber den Engl\u00e4ndern leichter zu erlernen, als irgend eine andere Sprache um den Flu\u00df herum. Sie wird allezeit von den Sprachkundigen gesprochen, die in den Diensten der Compagnie und der Privatkaufleute stehen\u00bb (<i>Allgemeine Historie<\/i>\u00a01748: 222).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Diese Textstellen sind f\u00fcr die Kreolistik besonders interessant, da deutlich wird, da\u00df nicht nur Afrikaner und Portugiesen bzw. die genannte Mischbev\u00f6lkerung Kreolisch sprachen, sondern auch Engl\u00e4nder. Geht doch die monogenetische Entstehungstheorie f\u00fcr die Existenz von Kreolsprachen davon aus, da\u00df auf den Schiffen aller m\u00f6glichen Nationen und in den verschiedenen Faktoreien die portugiesische Handelssprache bzw. sp\u00e4ter ein portugiesisches Kreolisch gesprochen wurde. Somit spielt es keine Rolle, ob die Sklaven \u00fcber portugiesische oder andere Sklavenh\u00e4ndler nach Amerika gelangten.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Da\u00df die Mulatten besonders zur Verbreitung des gebrochenen Portugiesisch beitrugen, erw\u00e4hnt auch Oberl\u00e4nder (1885: 221):<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u00abDie zahlreichen Mulatten bewohnen ein besonderes Stadtviertel und sprechen eine Art von portugiesischen Jargon. Seit jener Zeit haben sich auch einige Engl\u00e4nder in Waida niedergelassen und katholische Missionare eine Station gegr\u00fcndet.\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Sowohl f\u00fcr die Region Senegambien als auch f\u00fcr das Gebiet Kongo \/ Angola gibt es metalinguistische Beschreibungen von deutschen Reisenden.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u00abMit einem F\u00fchrer, der nichts sprach noch verstand als Creolen-Portugiesisch, als welches sich zur Sprache Camoens ungef\u00e4hrt so verh\u00e4lt wie das breiteste Memminger deutsch zum hann\u00f6verschen Dialekte, machte ich mich auf den Weg und einem frischen Nordwinde entgegen, der nie dem Gedanken Raum gab, als befinde ich mich wirklich noch in der Breite Senegambiens\u00bb (Brunner 1840: 227).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u00abDasselbe gilt ebenso f\u00fcr das sprachliche Capitel, das ich inde\u00df nicht unterdr\u00fccken wollte, weil es auch schon in dieser Form den Reisenden vielleicht einigen Anhalt f\u00fcr die bis jetzt noch nicht auf das Linguistische ausgedehnten Studien geben kann. Ich selbst kam ohne Rathgeber an die Westk\u00fcste, da der rasche Entschlu\u00df, dieselbe pers\u00f6nlich zu besuchen, Vorbereitungen in Deutschland ausgeschlossen hatte, und die literarischen H\u00fclfsmittel, die in der Bagage der Expedition erwartet wurden, mit dieser zu Grunde gegangen war, so da\u00df ich mich auf ein im eigenen Gep\u00e4ck mitgef\u00fchrtes Compendium reducirt sah. Au\u00dferdem hatten die an der Loango-K\u00fcste gesprochenen Dialekte noch keine grammatische Behandlung erhalten, und den Europ\u00e4ern an der K\u00fcste lag eine Besch\u00e4ftigung damit fern und fremd, da das unter den Negern verbreitete Portugiesisch (oder vielmehr der daraus und aus spanischen, englischen, franz\u00f6sischen und anderen Sprachfetzen zusammengestoppelte Jargon) zum Verkehr gen\u00fcgte. So leicht es nun nach eniger Uebung den Reisenden zu werden pflegt, sich in eine fremde Sprache soweit hineinzufinden, um sich mit ihr verst\u00e4ndlich zu machen, so schwer ist es andererseits, eine nur geh\u00f6rte Sprache von noch unbekanntem Bau auf bestimmte Regeln zur\u00fcckzuf\u00fchren, wenn man mehr will, als mechanisch einige Vocabularien und Dialoguen einlernen\u00bb (Bastian 1874-1875: IX).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Der Vergleich der beiden Berichte l\u00e4\u00dft unschwer die rassistische Grundhaltung von Bastian und seine v\u00f6llige Ignoranz in linguistischen Fragen erkennen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Deutschsprachige Reisende best\u00e4tigen somit in ihren Berichten die Entwicklung des Portugiesischen \u00fcber ein gebrochenes Portugiesisch (die vereinfachte Handelssprache) zum Portugiesisch-Kreolischen in den jeweiligen Gebieten.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>2 Die Arbeiten der deutschsprachigen Missionarslinguistik<\/p>\n<p><\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Katholische deutschsprachige Missionare gingen seit dem 16. Jahrhundert nach S\u00fcdamerika, Vorderasien, Indien, China und Japan. Ab dem 17. Jahrhundert beginnen auch protestantische Missionen ihre T\u00e4tigkeit, meist in d\u00e4nischen oder niederl\u00e4ndischen \u00dcberseegebieten. Ein vollst\u00e4ndiger \u00dcberblick \u00fcber die Missionsgebiete und die dort entstandenen Sprachbeschreibungen steht meines Wissens noch aus.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Von deutschsprachigen Missionen in lusophonen Gebieten sind besonders die zahlreichen Publikationen der Hallenser Pietisten bekannt, die im 18. Jahrhundert an der indischen Ostk\u00fcste t\u00e4tig waren und die Arbeiten der bereits erw\u00e4hnten Vertreter der Herrnhuter Br\u00fcder-Gemeine, die 1734 in Suriname eintrafen. Da das dort gesprochene Saramakkisch zumindest teilweise auch als portugiesisch-basiertes Kreol angesehen werden kann, sind die Beschreibungen der Herrnhuter f\u00fcr Studien des Portugiesischen bzw. der portugiesisch-basierten Kreolsprachen wichtig. F\u00fcr Afrika steht eine systematische Erfassung der in den Archiven vorhandenen Dokumente noch aus. F\u00fcr Suriname gibt es diese bereits f\u00fcr das Archiv in Herrnhut, Utrecht und teilweise f\u00fcr Bethlehem (U.S.A.) (vgl. hierzu Heft 12\/1996 der\u00a0<i>Amsterdam Creole Studies<\/i>). Portugiesische und kreolportugiesische Dokumente aus Indien sind auch im Hallenser Archiv der Franckeschen Stiftungen bereits ausgewertet worden (Vermeer 1974; Perl, im Druck).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Wichtig ist meines Erachtens der Hinweis, da\u00df deutschsprachige Missionare immer versuchten, die indigenen Sprachen zu erlernen, um sie dann f\u00fcr die Missionsarbeit nutzen zu k\u00f6nnen. Diesem Umstand verdanken wir heute auch die Beschreibungen von portugiesisch-basierten Kreolsprachen, unter anderem des Saramakkischen in Suriname (vgl. Arends \/ Perl 1995).<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>3 Das wissenschaftliche Interesse<\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>an au\u00dfereurop\u00e4ischen Variet\u00e4ten des Portugiesischen<\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>und an portugiesischen Kreolsprachen in Afrika<\/p>\n<p><\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\">W\u00e4hrend es, wie bereits erw\u00e4hnt, schon im 18. Jahrhundert Beschreibungen der Grammatik z.\u00a0B. des Saramakkischen durch deutsche Missionare in Suriname gab (Arends \/ Perl 1995; Perl 1995c), lassen sich so fr\u00fche Studien zum Portugiesischen und\/oder zu portugiesischen Kreolsprachen in Afrika nicht nachweisen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>3.1 Hugo Schuchardt<\/p>\n<p><\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Hugo Schuchardt wurde 1842 in Gotha geboren. Seine erste akademische Stelle erhielt er 1870 an der Universit\u00e4t Leipzig. 1873 wurde er an die Universit\u00e4t Halle berufen und ging von dort 1876 nach Graz, wo er bis zum Jahre 1900 lehrte. Einen Ruf zur\u00fcck nach Leipzig lehnte er ab.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Er gilt als der Begr\u00fcnder der Kreolistik, zumindest geh\u00f6rt er zu den drei Sprachwissenschaftlern, die diese Disziplin Ende des 19. Jahrhunderts entscheidend entwickeln konnten. Der Holl\u00e4nder Dirk Christiaan Hesseling und der Portugiese Francisco Adolpho Coelho werden zwar auch als Pioniere der Kreolistik angesehen, die wissenschaftliche Produktivit\u00e4t von Schuchardt konnten sie aber nicht erreichen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Schuchardt werden 770 wissenschaftliche Publikationen zugeschrieben.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Mehr als 10\u00a0000 Briefe, die zum gr\u00f6\u00dften Teil noch heute im Schuchardt-Archiv der Grazer Universit\u00e4tsbibliothek vorhanden sind, geben Zeugnis von seinen wissenschaftlichen Interessen und seinen Kontakten zu Fachkollegen in der ganzen Welt (vgl. auch Schuchardt 1979: XX-XXI).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Schuchardt, ein Sch\u00fcler von Friedrich Christian Diez, galt zu seiner Zeit als vehementer Kritiker der Junggrammatiker, die versuchten, sprachwissenschaftliche Ph\u00e4nomene analog zu naturwissenschaftlichen exakt zu beschreiben. Dieser Annahme von ausnahmslos funktionierenden Gesetzen setzte Schuchardt seine Studien zur Sprachvariation, Sprachmischung und Sprachver\u00e4nderung entgegen (vgl. Schwarze 1980: 28).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Zu seinen kreolischen Studien sagt er selbst:<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u00abIn ihrer allgemein sprachwissenschaftlichen Bedeutung sind die kreolischen Mundarten noch nicht voll gew\u00fcrdigt worden. Man pflegt sie als Ergebnisse sehr eigenartiger oder hochgradiger Mischung zu betrachten; aber das was sie kennzeichnet, ist vielmehr, wenn ich so sagen darf, der volap\u00fckische Zug. Immer und \u00fcberall bilden sich Vermittlungs-, H\u00fclfs-, Notsprachen. Die meisten schwinden wieder mit der Gelegenheit die sie geboren hat. Manche dauern fort und festigen sich ohne sich wesentlich zu entwickeln. Dieses tun andre, aber nur indem sie die neben ihnen stehenden Muttersprachen verdr\u00e4ngen und ersetzen. So sind haupts\u00e4chlich die negerkreolischen Mundarten emporgekommen, gef\u00f6rdert durch die mehr oder weniger grosse Mannigfaltigkeit der Sprachen innerhalb der Sklavenbev\u00f6lkerungen\u00bb (Schuchardt 1914: III-IV; zitiert nach Le Page 1980: 114).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Bedeutend sind seine Arbeiten zu den portugiesischen Kreolsprachen. Bereits sein erster Aufsatz in der Reihe der Kreolischen Studien ist dem portugiesisch-basierten Kreol von S\u00e3o Tom\u00e9 gewidmet:<\/p>\n<p class=\"bodytext\">1.Hugo Schuchardt: \u00abKreolische Studien I. Ueber das Negerportugiesische von S. Thom\u00e9 (Westafrika)\u00bb, in:\u00a0<i>Sitzungsberichte der philosophisch-historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien<\/i>\u00a0105 (1882), S. 889-917.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Weiterhin publizierte er:<\/p>\n<p class=\"bodytext\">2.Hugo Schuchardt: \u00abKreolische Studien VII. Ueber das Negerportugiesische von Annobom\u00bb, in:\u00a0<i>Sitzungsberichte der philosophisch-historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien<\/i>\u00a0116\/1 (1888), S. 193-226.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">3.Hugo Schuchardt: \u00abBeitr\u00e4ge zur Kenntnis des kreolischen Romanisch II. Zum Negerportugiesischen Senegambien\u00bb, in:\u00a0<i>Zeitschrift f\u00fcr romanische Philologie<\/i>\u00a012 (1888), S. 301-312.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">4.Hugo Schuchardt: \u00abBeitr\u00e4ge zur Kenntnis des kreolischen Romanisch III. Zum Negerportugiesischen der Kapverden\u00bb, in:\u00a0<i>Zeitschrift f\u00fcr romanische Philologie<\/i>\u00a012 (1888), S. 313-322.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">5.Hugo Schuchardt: \u00abBeitr\u00e4ge zur Kenntnis des kreolischen Romanisch I. Allgemeineres \u00fcber das Negerportugiesische\u00bb, in:\u00a0<i>Zeitschrift f\u00fcr romanische Philologie<\/i>\u00a012 (1888), S. 242-254.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Schuchardt schrieb weiterhin \u00fcber portugiesische Kreols in Asien und \u00fcber das Saramakkische in Suriname. Noch 100 Jahre nach Erscheinen dieser Arbeiten werden sie f\u00fcr vergleichende Studien benutzt. F\u00fcr einige Variet\u00e4ten, wie z.\u00a0B. das Kreolische von Annob\u00f3n, sind auch international nur wenige Untersuchungen hinzugekommen. Schuchardts Publikationen gelten somit immer noch als klassische Arbeiten.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die kreolistischen Studien von Hugo Schuchardt fanden bis 1945 keine Fortsetzung. Auch Untersuchungen von deutschsprachigen Autoren zum Portugiesischen in Afrika sind mir nicht bekannt. Die\u00a0<i>Bibliografia Dialectal Galego-Portuguesa<\/i>\u00a0(1976) enth\u00e4lt keine diesbez\u00fcglichen Eintragungen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>4 Neuere linguistische Afrolusitanistik und Kreolistik<\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>(seit 1945)<\/p>\n<p><\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>4.1 BRD bis 1990<\/b><a href=\"http:\/\/www.afrolusitanistik.de\/PERL\/perl.htm#N_2_\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b><sup>\u00a0(2)<\/sup><\/b><\/a><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Untersuchung von Sprachkontaktph\u00e4nomenen in Afrika geh\u00f6rt sowohl zu Aufgabenstellungen der Romanistik als auch der Afrikanistik. Wilhelm Giese untersucht im Jahre 1954 \u00abPortugiesische Lehnw\u00f6rter in Mbundu (Angola)\u00bb. Die in der belgischen Zeitschrift\u00a0<i>Orbis<\/i>\u00a0publizierte Studie nimmt als erste wieder die von Schuchardt begonnene Besch\u00e4ftigung mit afrolusitanistischen Themen auf.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">1973 erscheint in Marburg im Selbstverlag die Dissertation von Wilfried G\u00fcnther zum portugiesischen Kreolisch der Ilha do Pr\u00edncipe, ein Buch, das bis heute als Grundlagenwerk f\u00fcr das Studium der portugiesischen Kreols in Afrika gilt (G\u00fcnther 1973).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Wenn man von vereinzelten Untersuchungen zu afrikanischen W\u00f6rtern im brasilianischen Portugiesisch absieht, die wir hier nicht mit erfassen, erscheinen erst Anfang der achtziger Jahre weitere afrolusitanistische Aufs\u00e4tze. Der Mainzer und Bremer Romanist Michael Scotti-Rosin geht auf methodologische Fragen des Studiums der portugiesisch-basierten Kreolsprachen und des Portugiesischen in Afrika ein (Scotti-Rosin 1983). Ungef\u00e4hr zur gleichen Zeit bezieht der Bochumer Allgemeinlinguist Norbert Boretzky portugiesisch-basierte Kreolsprachen in seine theoretischen Arbeiten zum Sprachwandel ein. Die 1983 erschienene umfangreiche Monographie\u00a0<i>Kreolsprachen, Substrate und Sprachwandel<\/i>\u00a0setzt sich kritisch mit der zur damaligen Zeit das wissenschaftliche Paradigma bestimmenden Arbeit Derek Bickertons,\u00a0<i>Roots of Language,\u00a0<\/i>auseinander und kann, besonders auch mit Beispielen aus den portugiesisch-basierten Kreols, die Rolle der afrikanischen Substratsprachen evident machen (Boretzky 1983). In k\u00fcrzester Zeit entwickelt sich Bochum in Zusammenarbeit mit der Universit\u00e4t Essen zu einem Zentrum der Kreolsprachenforschung. Das zeigte sich nun durch die seit 1985 an der Universit\u00e4t Essen stattfindenden Colloquia, die von Norbert Boretzky, Werner Enninger und Thomas Stolz organisiert werden. Thomas Stolz, selbst Sch\u00fcler von Boretzky, kann von 1985 an international beachtete Arbeiten zu morphosyntaktischen und phonologischen Problemen der portugiesisch-basierten Kreolsprachen vorlegen (vgl. Stolz 1985; 1986; 1987a; 1987b; 1989).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Neben Bochum kann man in den achtziger Jahren ein verst\u00e4rktes Interesse an au\u00dfereurop\u00e4ischen Variet\u00e4ten romanischer Sprachen und an Kreolsprachen am Studienbereich Neue Romania des Instituts f\u00fcr Romanische Philologie der Freien Universit\u00e4t in Berlin feststellen. Ulrich Fleischmann, der besonders als Karibikspezialist bekannt ist, besuchte 1981 mit Ronald Daus, Professor am genannten Institut, und Studenten die Kapverdischen Inseln. Ein Ergebnis des Aufenthalts ist ein in der Zeitschrift\u00a0<i>Neue Romania<\/i>\u00a0erschienener Artikel (Fleischmann 1984). Am gleichen Institut besch\u00e4ftigte sich J\u00fcrgen Lang mit dem Kreolischen der Kapverden und hielt 1988 seinen sp\u00e4ter ver\u00f6ffentlichten Habilitationsvortrag zu dieser Thematik.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Zum Portugiesischen in Afrika und zur Problematik der Sprachnormen des Portugiesischen \u00e4u\u00dfert sich Michael Scotti-Rosin (1988), zur Sprachenwahl in der kapverdischen Literatur Hans-Peter Heilmair (1988).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">In diesem Zusammenhang kann f\u00fcr die Zeit ab ca. 1984 auf die sich entwickelnde Zusammenarbeit zwischen Lusitanisten und Kreolisten an den Universit\u00e4ten Leipzig, Mainz und Bochum hingewiesen werden. 1987 nahmen Michael Scotti-Rosin, Thomas Stolz und der Schweizer Kollege Philippe Maurer an einer von Matthias Perl veranstalteten Konferenz anl\u00e4\u00dflich des hundertj\u00e4hrigen Bestehens der Portugiesischausbildung an der Leipziger Universit\u00e4t teil. Die Leipziger Kollegen profitierten besonders von den theoretischen Forschungen der Bochumer Linguisten um Norbert Boretzky. Von Leipzig konnten zahlreiche Informationen an westdeutsche Universit\u00e4ten \u00fcber das Portugiesische in Afrika mitgenommen werden, da Leipziger Studenten und einige Mitarbeiter zum Teil l\u00e4ngere Zeit in Mosambik, Angola und auf S\u00e3o Tom\u00e9 verbracht hatten und eine umfangreiche Sammlung von portugiesischsprachigen Zeitungen und Zeitschriften aus Afrika zur Verf\u00fcgung stand.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">H\u00f6hepunkt der angebahnten Kooperation war dann im Jahre 1989 die Vorbereitung des von der Volkswagen-Stiftung finanzierten Gro\u00dfprojektes zur Sprachwandelforschung\u00a0<i>(PROPRINS)\u00a0<\/i>der Universit\u00e4ten Bochum, Essen, Leipzig und des Zentralinstituts f\u00fcr Sprachwissenschaft in Berlin. Am Projekt waren mit Christine Hundt, Matthias Perl (beide aus Leipzig), Thomas Stolz (Bochum) und Petra Thiele (Leipzig, dann Berlin) auch vier Kollegen beteiligt, die besonders zum Portugiesischen in Afrika und\/oder zum Kreolportugiesischen arbeiteten. Leider fiel das Projekt in eine Zeit der v\u00f6lligen Aufl\u00f6sung bestehender universit\u00e4rer Strukturen. Eine Unterst\u00fctzung seitens der ostdeutschen Universit\u00e4ten bzw. Institute war nicht gegeben. In der Anfangsphase mu\u00dfte z.\u00a0B. noch jeder Brief vor Absendung genehmigt werden. Dennoch konnten mehrere auch international beachtete Publikationen vorgelegt werden. Portugiesisch in Afrika und Kreolischvariet\u00e4ten wurden zur Belegung von Sprachwandelprozessen stets mit herangezogen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>4.2 DDR<\/p>\n<p><\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>4.2.1 Die &#8216;Leipziger Schule&#8217;<\/p>\n<p><\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Bezeichnung &#8216;Leipziger Schule&#8217; f\u00fcr die zahlreichen Arbeiten zum Portugiesischen in Afrika und zum Kreolportugiesischen wurde erstmals von dem portugiesischen Linguisten M\u00e1rio Vilela anl\u00e4\u00dflich des 2. gemeinsamen Kolloquiums der deutschsprachigen Lusitanistik und Katalanistik 1992 in Berlin verwandt. F\u00fcr die Leipziger Kollegen war das eine Anerkennung von Forschungsleistungen, die zu einer bemerkenswerten F\u00fclle von Publikationen gef\u00fchrt hatte.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Nelkenrevolution in Portugal 1974 und die Unabh\u00e4ngigkeit der ehemaligen portugiesischen Kolonien in Afrika (1975) kamen \u00fcberraschend. Bis 1975 hatte die Lusitanistik an DDR-Universit\u00e4ten ein k\u00fcmmerliches Dasein als Drittfach in der Ausbildung von Diplom-Romanisten und Lateinamerikanisten gefristet, da die Beziehungen zu Portugal praktisch inexistent waren und die zu Brasilien jeweils von der politischen Ausrichtung der dortigen Regierung abhingen. Wenige DDR-Romanisten hatten \u00fcberhaupt die M\u00f6glichkeit eines Aufenthalts in einem lusophonen Land, mit Ausnahme der in Rostock t\u00e4tigen Kollegen, die zum Teil l\u00e4ngere Zeit in Brasilien arbeiten konnten.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Sozusagen \u00fcber Nacht erfuhr das Portugiesische eine Aufwertung. An den Universit\u00e4ten in Berlin, Leipzig und Rostock wurden in den Studienrichtungen Diplom-Sprachmittler, Diplom-Romanist und Diplom-Erwachsenenbildner nun zahlreiche Studenten immatrikuliert, die zum Teil Portugiesisch als 1. Hauptfach studierten. Mit einer Bewerberzahl von meist 10 zu 1 kamen auch ausgezeichnete Abiturienten in die NC-Fachkombinationen Portugiesisch-Englisch oder Portugiesisch-Franz\u00f6sisch (Erwachsenenbildung). Die Kandidaten f\u00fcr die Romanistikausbildung konnten nach vier Semestern aus den besten Studenten der Studieng\u00e4nge Diplom-Sprachmittler oder Diplom-Lehrer ausgew\u00e4hlt werden. Das f\u00fchrte dazu, da\u00df das Portugiesischstudium mit den besten Studentinnen und Studenten einer Fakult\u00e4t besetzt war. Mit 187 Wochenstunden portugiesischer Sprachwissenschaft f\u00fcr Studenten der Fachrichtung Diplom-Lehrer f\u00fcr Erwachsenenbildung Portugiesisch-Englisch in acht Semestern konnte ein Kenntnisstand erreicht werden, der meines Wissens auch international kaum \u00fcberboten werden konnte (vgl. Perl 1994c). Teil des Studiums bildete stets die Besch\u00e4ftigung mit Variet\u00e4ten des Portugiesischen in Afrika und mit portugiesisch-basierten Kreolsprachen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">W\u00e4hrend des vier- bzw. f\u00fcnfj\u00e4hrigen Studiums hatten viele Studenten die M\u00f6glichkeit, ein Teilstudium an der Universit\u00e4t Eduardo Mondlane in Maputo (Mosambik) aufzunehmen. Bei Sommerkursen in Portugal und Mosambik und nat\u00fcrlich als Dolmetscher in allen anderen lusophonen L\u00e4ndern Afrikas waren ebenfalls Studenten im Einsatz. Hier mu\u00df erg\u00e4nzt werden, da\u00df es sehr unterschiedliche Gr\u00fcnde f\u00fcr die Genehmigung einer Reise in ein portugiesischsprachiges Land gab. Auch einige Fachkollegen, die eigentlich mit der Portugiesischausbildung nichts zu tun hatten, nahmen derartige Reisen wahr.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Portugiesisch konnte sich an den Universit\u00e4ten zeitweise als gro\u00dfes Fach etablieren. Zur Sicherung einer breiten wissenschaftlichen Personaldecke wurden Anfang der achtziger Jahre auch mehrere unbefristete Stellen eingerichtet.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">An der Universit\u00e4t Leipzig bestand die M\u00f6glichkeit, die besten Diplomanden zur Promotion zu f\u00fchren. 1982 wurde unter Leitung von Matthias Perl eine Forschungsgruppe zur au\u00dfereurop\u00e4ischen Romania gebildet. Ein Hauptthema war die Besch\u00e4ftigung mit dem Portugiesischen und dem Crioulo in Afrika (neben Untersuchungen zum lateinamerikanischen Spanisch und zum brasilianischen Portugiesisch).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Perl konnte 1982 seine Habilitationsschrift \u00abDie Bedeutung des Kreolenportugiesischen f\u00fcr die Herausbildung der Kreolensprachen in der Karibik (unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der kubanischen &#8216;habla bozal&#8217;)\u00bb fertigstellen. Annette Endruschat besch\u00e4ftigte sich mit dem Portugiesischen in Angola und konnte hierzu ihre Dissertation 1984 erfolgreich abschlie\u00dfen (Endruschat 1984). Doris Leiste untersuchte das Portugiesische in Mosambik (Leiste 1988). Petra Thiele besch\u00e4ftigte sich mit morphosyntaktischen Problemen des Kreolportugiesischen (Thiele 1988). Cornelia D\u00f6ll befa\u00dfte sich in einer umfangreichen Untersuchung mit Anglizismen in verschiedenen Portugiesischvariet\u00e4ten (D\u00f6ll 1989). Auch die 1992 abgeschlossene Dissertation von Christine Hundt zur portugiesischen Phraseologie bezieht Untersuchungen afrikanischer Variet\u00e4ten mit ein (Hundt 1992).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Konzentration auf das Portugiesische und das Crioulo in Afrika hatte, wie oben erw\u00e4hnt, Gr\u00fcnde, die mit der Hochschulpolitik in der DDR im direkten Zusammenhang standen. Die Leipziger Universit\u00e4t war als Zentrum der Afrika- und Nahostwissenschaften ausgebaut worden. Das hatte f\u00fcr die Romanisten den Vorteil einer engen Zusammenarbeit mit international anerkannten Afrikanisten wie Siegmund Brauner, Karsten Leg\u00e8re, Irmtraud Herms und Karin Huth. Besonders die umfangreichen Kenntnisse zu Bantusprachen von Karsten Leg\u00e8re und zum Kimbundu von Karin Huth erm\u00f6glichten Forschungen \u00fcber Sprachkontakte, die an anderen deutschsprachigen Universit\u00e4ten nicht m\u00f6glich gewesen w\u00e4ren.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Hinzu kommt die Tatsache, da\u00df an der Leipziger Universit\u00e4t zu Beginn der achtziger Jahre verst\u00e4rkt Wert auf Wissenschaftstraditionen gelegt wurde. Das betraf einmal die Leipziger Schule der Junggrammatiker des 19. Jahrhunderts mit Karl Brugmann und August Leskien (Er\u00f6ffnung eines Leskien-Instituts in Leipzig, Schaffung eines Brugmann-Lehrstuhls f\u00fcr allgemeine Sprachwissenschaft, der f\u00fcr ein Semester auch an Thomas Stolz vergeben wurde), aber auch die Ankn\u00fcpfung an afrikanistische Traditionen (Stumme, Klingenheben) und Hugo Schuchardt. So war es kein Zufall, da\u00df im Jahre 1985 eine Hochschullehrerstelle f\u00fcr Afrolusitanistik und Kreolistik als ordentliche Universit\u00e4tsdozentur eingerichtet und Matthias Perl daf\u00fcr berufen wurde. Dozenturen in der DDR lassen sich am besten noch mit solchen in \u00d6sterreich vergleichen. Es handelte sich um Hochschullehrerstellen auf Lebenszeit, die geringer bezahlt wurden als Professuren, sonst aber keine Unterschiede aufwiesen. Viele Bereiche wurden von Dozenten geleitet, weil es nicht immer Professoren f\u00fcr bestimmte Gebiete gab.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Anfang der achtziger Jahre aufgebauten internationalen Kontakte konnten nun auch weiter entwickelt werden. Hierbei spielten Beziehungen zu Einzelwissenschaftlern eine dominierende Rolle. Willy Bal in Louvain (Belgien), Norbert Boretzky in Bochum, Germ\u00e1n de Granda in Valladolid (Spanien), Alexander Jaru\u0161kin in Leningrad (Sowjetunion), Philippe Maurer in K\u00fcsnacht (Schweiz), Mariana Ploae Hanganu in Bukarest (Rum\u00e4nien) und Thomas Stolz in Bochum waren die wichtigsten Kooperationspartner der Leipziger Forschungsgruppe.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die\u00a0<i>Universit\u00e9 de Haute Bretagne<\/i>\u00a0bem\u00fchte sich Anfang der achtziger Jahre um ein Kooperationsabkommen mit Leipzig. Jean-Michel Massa, Leiter einer Forschungsgruppe zum Portugiesischen in Afrika, legte einen Kooperationsvertrag vor, dessen Originalfassung aber nicht unterschrieben werden durfte, da es dem Leiter der Leipziger Gruppe, Matthias Perl, nicht erlaubt war, in das westliche Ausland zu reisen. Wer nicht reisen durfte, durfte auch nicht in Vertr\u00e4gen genannt werden. Es kam dennoch ein Vertrag zustande, worin jedoch keine Namen enthalten waren. Die Beziehungen zu Rennes entwickelten sich zu einer soliden Kooperation. Fachkollegen aus Rennes weilten in Leipzig. Eingeladene und Einladungen f\u00fcr andere stellvertretend wahrnehmende Romanisten fuhren nach Frankreich. Beziehungen zu Portugal gab es kaum, da Reisen dorthin nur selten m\u00f6glich waren und zudem auf portugiesischer Seite wenig Interesse bestand. Um so schneller entwickelten sich Beziehungen zu Fachkollegen in Brasilien, Angola, auf den Kapverden und in den USA.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">1989 erschien in Rennes der erste gemeinsame Band zum Portugiesischen in Afrika (Massa \/ Perl 1989). Bereits 1986 waren einige Beitr\u00e4ge des Bandes im Heft 53 der\u00a0<i>Linguistischen Arbeitsberichte<\/i>\u00a0in Leipzig publiziert worden. Die Kooperation mit den Fachkollegen der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum erm\u00f6glichte die Zweitauflage des Bandes Matthias Perl (Hrsg.):\u00a0<i>Beitr\u00e4ge zur Afrolusitanistik und Kreolistik\u00a0<\/i>(<i>\u00a0Linguistische Studien<\/i>\u00a0172, Berlin 1987) unter gleichem Titel 1989 im Brockmeyer-Verlag Bochum.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Seit Konstituierung der Leipziger Forschungsgruppe Anfang der achtziger Jahre fanden bis 1990 monatliche Sitzungen statt, wo Neuerscheinungen besprochen, Dissertationsberichte vorgetragen wurden und G\u00e4ste Vortr\u00e4ge hielten.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">In der folgenden \u00dcbersicht stelle ich die wichtigsten bis 1990 erschienenen Leipziger Publikationen zu Themen der Afrolusitanistik zusammen. Eine vollst\u00e4ndige \u00dcbersicht liegt jetzt mit meiner 1995 ver\u00f6ffentlichten\u00a0<i>Bibliographie zur romanischen Sprachwissenschaft in der DDR (1949-1990)<\/i>\u00a0vor. Einen guten \u00dcberblick \u00fcber das Panorama der Leipziger afrolusitanistischen Arbeiten bieten Perl (1985), Perl (1986) und Perl \/ D\u00f6ll \/ Dyrba \/ Endruschat \/ G\u00e4rtner \/ Huth \/ Leiste \/ Thiele (1989).<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>Angola<\/p>\n<p><\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Mit dem Portugiesischen in Angola besch\u00e4ftigten sich besonders Annette Endruschat und Karin Huth. Letztere hatte in Leningrad Afrikanistik studiert und geh\u00f6rt zu den wenigen Spezialisten f\u00fcr Kimbundu und andere westliche Bantusprachen. Da sie auch \u00fcber sprachliche Erfahrungen in Angola (Luanda) verf\u00fcgt, gilt sie als eine der besten Kennerinnen des angolanischen Portugiesisch.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Annette Endruschat besch\u00e4ftigte sich besonders mit Fragen der Lexikentwicklung, der Wortbildung und soziolinguistischen Problemen (Endruschat 1984; 1986a; 1986b; 1986c; 1990a; 1990b; 1990c; 1990d). Ihre Dissertation erschien 1990 als Beiheft zur Zeitschrift\u00a0<i>Lusorama<\/i>. Gemeinsam mit Doris Leiste geht sie auch auf Probleme der Lehre der verschiedenen Portugiesischvariet\u00e4ten ein (Endruschat \/ Leiste 1989). Karin Huth besch\u00e4ftigt sich mit der Sprachsituation in Angola (Huth 1987). Ihre afrikanistische Dissertation zum Kimbundu (Huth 1984) enth\u00e4lt auch interessante Informationen zum Portugiesischen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>Mosambik<\/p>\n<p><\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Mosambik war das lusophone afrikanische Land, mit dem die DDR die umfangreichsten Beziehungen unterhielt. Das zeigte sich auch in der M\u00f6glichkeit f\u00fcr Studenten, ein Semester an der Universit\u00e4t Maputo studieren zu k\u00f6nnen, an Sommerkursen teilzunehmen oder als Dolmetscher dort zu arbeiten. Die DDR-Universit\u00e4ten erhielten regelm\u00e4\u00dfig portugiesischsprachige Tages- und Wochenzeitungen sowie andere Publikationen. Leider sind die Best\u00e4nde bei der Umgestaltung der Universit\u00e4ten nach der Wiedervereinigung zum Teil erheblich dezimiert bzw. vernichtet worden.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Doris Leiste besch\u00e4ftigt sich in ihrer Dissertation intensiv mit dem Portugiesischen in Mosambik (Leiste 1988). Bereits 1986 hatte sie einen Artikel zur Situation des Portugiesischen in Mosambik publiziert (Leiste 1986) und mit Annette Endruschat einen Aufsatz zu afrikanischen Variet\u00e4ten des Portugiesischen verfa\u00dft. Christine Hundt und Cornelia D\u00f6ll bezogen das mosambikanische Portugiesisch in vergleichende Studien zur Phraseologie und zu Anglizismen ein (Hundt 1989; D\u00f6ll 1989). Die Dissertation von Christine Hundt erschien 1994 als Buch. Annekatrin Braun untersucht die Pr\u00e4senz von Bantuismen im mosambikanischen Portugiesisch (Braun 1984). Susanne Brosz und Ines Klopp besch\u00e4ftigen sich mit dem Anredeverhalten (Brosz \/ Klopp 1985). Matthias Perl und Hans Sch\u00e4fer gehen der Herausbildung von Normen des Portugiesischen in Afrika in Mosambik nach (Perl \/ Sch\u00e4fer 1983). Schlie\u00dflich sei noch die Untersuchung des Afrikanisten Karsten Leg\u00e8re erw\u00e4hnt, der sich mit Sprachkontakten zwischen Swahili und Portugiesisch besch\u00e4ftigt (Leg\u00e8re 1989).<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>Crioulo<\/p>\n<p><\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Arbeiten zum Crioulo wurden in Leipzig zeitgleich mit solchen zu Variet\u00e4ten des afrikanischen Portugiesisch begonnen. Aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden waren Aufenthalte in den kreolophonen L\u00e4ndern nur selten m\u00f6glich. Der Bezug von Presseerzeugnissen geschah daher meist \u00fcber Fachkollegen in Frankreich.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">1982 reichte Matthias Perl seine Habilitationsschrift (Dissertation B) ein (Perl 1982a). Es folgten mehrere Aufs\u00e4tze zu den portugiesisch-basierten Kreols (Perl 1982b; 1984; 1989a; 1989b; 1990).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Petra Thiele besch\u00e4ftigte sich besonders mit morphosyntaktischen Problemen. 1988 legte sie ihre Dissertation vor, die 1991 als Buch erschien (vgl. Thiele 1988a; 1988b; 1988c; 1989a; 1989b; 1991a).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Als abschlie\u00dfende Publikation der Leipziger Arbeitsgruppe erschien 1989 ein umfangreicher Band zum\u00a0<i>Portugiesischen und Crioulo in Afrika<\/i>, der als Hausdruck der Karl-Marx-Universit\u00e4t publiziert wurde (Perl \/ D\u00f6ll \/ Dyrba \/ Endruschat \/ G\u00e4rtner \/ Huth \/ Leiste \/ Thiele 1989). Daran hatten mehrere Leipziger Fachkollegen unter Leitung von Matthias Perl mitgearbeitet. Auch Eberhard G\u00e4rtner, damals Lektor an der Technischen Universit\u00e4t in Dresden, verfa\u00dfte ein Kapitel. Das Buch wurde dann dankenswerterweise von den Kollegen der Universit\u00e4ten Essen und Bochum in ihre Reihe zur Sprachwandelforschung aufgenommen und erschien in einer zweiten Auflage 1994 in Bochum. Die \u00dcberarbeitung einzelner Kapitel hatten Christine Hundt und besonders Cornelia D\u00f6ll besorgt. Die Endredaktion betreute wieder Matthias Perl (Perl \/ D\u00f6ll \/ Dyrba \/ Endruschat \/ G\u00e4rtner \/ Huth \/ Leiste \/ Thiele 1994a).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">An dieser Stelle soll auf die Problematik von Publikationsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die linguistische Lusitanistik hingewiesen werden. Kaum ein deutscher Verlag ist bereit, ohne erheblichen Druckkostenzuschu\u00df deutschsprachige oder gar portugiesischsprachige Monographien oder Sammelb\u00e4nde zu drucken, da weltweit selten mehr als 50 Exemplare verkauft werden k\u00f6nnen; lediglich die Verlage TFM und Domus Editoria Europaea haben sich bisher bem\u00fcht, lusitanistische Monographien und Sammelb\u00e4nde ohne Zusch\u00fcsse herauszubringen, so da\u00df von mittlerweile 23 Beiheften zu\u00a0<i>Lusorama<\/i>\u00a0nur drei von den jeweiligen Autoren bezuschu\u00dft werden mu\u00dften. Dabei zeigte sich, da\u00df Publikationen in deutscher Sprache sogar einen besseren Absatz finden als solche auf portugiesisch. Infolge der weltweiten elektronischen Vernetzung der Bibliotheken sinkt allerdings die Nachfrage nach nicht-englischsprachigem wissenschaftlichem Schrifttum best\u00e4ndig, so da\u00df wissenschaftliche B\u00fccher sowohl f\u00fcr ihre Verfasser wie f\u00fcr die K\u00e4ufer immer teurer werden.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>4.2.2 Andere (Berlin und Dresden)<\/p>\n<p><\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\">An anderen Universit\u00e4ten untersuchte man ebenfalls das Portugiesische in Afrika. An der Berliner Humboldt-Universit\u00e4t war es Johannes Klare, der mit seinem Sch\u00fcler Frank Sieke einen Aufsatz zur Sprachpolitik in Mosambik verfa\u00dfte (Klare \/ Sieke 1983) und der sich zur Normendiskussion f\u00fcr das Portugiesische in Afrika \u00e4u\u00dferte (Klare 1985).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Der Dresdner Eberhard G\u00e4rtner besch\u00e4ftigte sich besonders mit Fragen der Morphosyntax in afrikanischen Portugiesischvariet\u00e4ten (G\u00e4rtner 1983; 1986a; 1986b; 1986c; 1989).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Obwohl es auch an der Universit\u00e4t Rostock \u00fcber viele Jahre eine Portugiesischausbildung gab, lag der Schwerpunkt der wissenschaftlichen Besch\u00e4ftigung dort auf der brasilianischen Variet\u00e4t.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Wenn man bedenkt, da\u00df die Besch\u00e4ftigung mit dem Portugiesischen in Afrika und mit Kreolsprachen f\u00fcr die meisten Fachkollegen nicht das ausschlie\u00dfliche Arbeitsgebiet war, sind die Ergebnisse bemerkenswert.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>4.3 \u00d6sterreich und Schweiz bis 1990<\/p>\n<p><\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Linguistische Arbeiten zum Portugiesischen in Afrika sind mir aus \u00d6sterreich und der Schweiz nicht bekannt, wobei es schwierig ist, eine Abgrenzung vorzunehmen, da deutsche Romanisten in \u00d6sterreich und der Schweiz t\u00e4tig sind bzw. \u00d6sterreicher und Schweizer in Deutschland. Es kann somit immer nur der Hochschulort als Anhaltspunkt genommen werden. Es mu\u00df noch einmal betont werden, da\u00df Arbeiten zu Kreolsprachen au\u00dferhalb von Afrika hier nicht ber\u00fccksichtigt werden, sonst w\u00e4ren nat\u00fcrlich die bis 1990 erschienenen wichtigen Publikationen von Philippe Maurer (K\u00fcsnacht) zum Papiamentu zu nennen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>4.4 Die \u00dcbergangsphase<\/p>\n<p><\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Bereits ab 1988 ver\u00e4nderten sich die Arbeitsbedingungen f\u00fcr die Romanisten in der DDR. Einladungen an ausw\u00e4rtige Wissenschaftler waren nun fast problemlos m\u00f6glich. Der internationale Austausch bestand freilich auch immer schon zuvor. Ausl\u00e4ndische G\u00e4ste waren stets erstaunt, da\u00df man in Leipzig die einschl\u00e4gige Forschungsliteratur sehr gut kannte. Oft hatten ausw\u00e4rtige Fachkollegen oder Zeitschriftenredaktionen diese im Tausch zur Verf\u00fcgung gestellt. 1983 waren 14 G\u00e4ste aus Spanien, der CSSR, Ungarn, D\u00e4nemark, Rum\u00e4nien, \u00d6sterreich und Kuba zu Gast in Leipzig, 1984 waren es bereits 21, 1985 dann 24, 1986 und 1987 insgesamt 18. Ab 1988 gab es praktisch keine Beschr\u00e4nkungen mehr.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Nach und nach wurden mehr Romanisten Reisen ins Ausland, sowohl privat als auch dienstlich, gestattet. 1989 erhielten sogar diejenigen Kollegen die Genehmigung, Einladungen zur Mitarbeit in wissenschaftlichen Gremien zu folgen, denen dies bis dahin versagt geblieben war. Dies hatte vorher zu der kuriosen Situation gef\u00fchrt, da\u00df manche Romanisten auf Konferenzen vertreten waren, zu denen sie gar keine Einladung erhalten hatten. Diese Tatsache f\u00fchrte zu einer erheblichen Verzerrung des Bildes der DDR-Romanistik. Da einige Fachkollegen alle eigenen und auch andere Einladungen wahrnehmen konnten, wurden diese dann auch in verschiedene internationale Gremien gew\u00e4hlt. Denjenigen, die nicht reisen durften, war auch eine Mitarbeit in internationalen Vereinigungen und in Zeitschriftenbeir\u00e4ten untersagt. Nun setzte eine Normalisierung ein.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">F\u00fcr das Gebiet der Afrolusitanistik und Kreolistik wurde Matthias Perl zum Mitbegr\u00fcnder einer internationalen Fachzeitschrift in Bras\u00edlia berufen. Zusammen mit Alain Kihm (Paris) und John Holm (New York) gibt er seit dieser Zeit mit Hildo Hon\u00f3rio do Couto (Bras\u00edlia) die Zeitschrift\u00a0<i>Papia\u00a0<\/i>heraus. Gleichzeitig wurde er zum Fachgutachter und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Zeitschrift\u00a0<i>Journal of Pidgin and Creole Languages\u00a0<\/i>(Amsterdam\/Philadelphia) bestellt.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Ein entscheidender Durchbruch f\u00fcr die Zusammenarbeit der Lusitanisten und somit auch der Afrolusitanisten und Kreolisten war die Organisation und Durchf\u00fchrung des\u00a0<i>1. gemeinsamen Kolloquiums der deutschsprachigen Lusitanistik und Katalanistik in Berlin\u00a0<\/i>vom 20.-23. September 1990. Der Plan hierf\u00fcr ging von Axel Sch\u00f6nberger (Frankfurt am Main) und Matthias Perl aus. W\u00e4hrend eines Aufenthalts von Axel Sch\u00f6nberger in Leipzig Anfang 1990 besprachen und planten beide das erste Treffen der deutschsprachigen Lusitanisten (und Katalanisten) unmittelbar vor der Wiedervereinigung Deutschlands.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">In der Zeit von 1989 bis 1992 wurden weitere afrolusitanistische Publikationen abgeschlossen. Auf dem genannten Berliner Kolloquium fand eine Sektion zum Thema<i>\u00a0Das Portugiesische in Afrika und Asien: Linguistik<\/i>\u00a0statt. Die Vortr\u00e4ge der vier Leipziger bzw. ehemals Leipziger Referentinnen wurden von den Sektionsleitern herausgegeben (Perl \/ Sch\u00f6nberger 1991).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">In der Umgestaltungsphase der ostdeutschen Universit\u00e4ten wurden die Meinungen der am Ort befindlichen Romanisten und die Empfehlungen des Bonner Wissenschaftsrates in unterschiedlicher Weise ber\u00fccksichtigt. Schon bald zeigte es sich, da\u00df auf einige Universit\u00e4ten die an westdeutschen Hochschulen \u00fcbliche Stellenverteilung \u00fcbertragen wurde. In Leipzig war das nicht der Fall, da eine kleine Kommission von gew\u00e4hlten Vertretern der Fachbereiche bzw. der Institute mitbestimmen konnte. Dies hatte f\u00fcr die Afrolusitanistik und Kreolistik den Vorteil, da\u00df &#8211; gem\u00e4\u00df der positiven Evaluierung dieser Gebiete durch den Wissenschaftsrat &#8211; eine Professorenstelle geplant werden konnte, durch welche auch diese Gebiete mitvertreten werden h\u00e4tten k\u00f6nnen. Auch eine Mittelbaustelle wurde den beiden Gebieten zugestanden.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">W\u00e4hrend f\u00fcr die C4-Professur \u00abRomanische Sprachwissenschaft II\u00bb in der urspr\u00fcnglichen Ausschreibung im Sommer 1992 noch die F\u00e4cher Spanisch (Synchrone Sprachwissenschaft und Variet\u00e4ten), Portugiesisch und Kreolistik eigens erw\u00e4hnt wurden und die afrolusitanistische Spezialisierung gew\u00fcnscht war, wurden in der zweiten Ausschreibung Schwerpunkte verschoben und die Professur neu definiert. (Die Bewerberin\/der Bewerber soll die sprachwissenschaftliche Hispanistik und Lusitanistik in ganzer Breite synchron und diachron beherrschen und die Leipziger Tradition der Kreolistik fortf\u00fchren.)<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Dieses Beispiel mag zeigen, da\u00df nicht immer Planungen von meist ortsfremden Beamten bei den Weichenstellungen der Romanistik in den neuen Bundesl\u00e4ndern umgesetzt wurden, sondern da\u00df ebenso oft sehr pers\u00f6nliche Entscheidungen m\u00f6glich waren und ein Kontrollgremium meist noch fehlte.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>4.5 Deutschland, \u00d6sterreich und Schweiz seit 1990<\/p>\n<p><\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die afrolusitanistische und kreolistische Forschung wurde auch nach 1990 fortgesetzt. Von der bis 1989\/1990 in Leipzig existenten Forschungsgruppe verblieben Cornelia D\u00f6ll, Annette Endruschat, Christine Hundt und Doris Leiste in Leipzig, Sybille Gro\u00dfe war nun an der Universit\u00e4t Potsdam t\u00e4tig und Petra Thiele an der Nachfolgeeinrichtung des Zentralinstituts f\u00fcr Sprachwissenschaft der Akademie der Wissenschaften in Berlin. Matthias Perl hatte 1992 einen Ruf an das Institut f\u00fcr Spanische und Portugiesische Sprache und Kultur der Universit\u00e4t Mainz angenommen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Der Zerfall der universit\u00e4ren Strukturen an den ostdeutschen Universit\u00e4ten (Abwicklung der Afrikanistik in Leipzig, Aufl\u00f6sung der Wissenschaftsbereiche und Neugr\u00fcndung der Institute f\u00fcr Romanistik, Abwicklung des Zentralinstituts f\u00fcr Sprachwissenschaft) f\u00fchrte auch zu einer Ver\u00e4nderung der Forschungsrichtungen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>Kreolistik<\/p>\n<p><\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Kreolistische Forschungen wurden weiterhin von den Allgemeinlinguisten in Bochum (Norbert Boretzky und Thomas Stolz) und Berlin (Petra Thiele) durchgef\u00fchrt sowie von dem Schweizer Kollegen Philippe Maurer (K\u00fcsnacht), der Feldforschungen in S\u00e3o Tom\u00e9 begann. Der Romanist J\u00fcrgen Lang (Erlangen) f\u00fchrte sein Forschungsprojekt, dessen Ziel die synchrone Beschreibung von Wortschatz und Grammatik des portugiesischen Kreols der Insel Santiago (Kapverden) ist, weiter. Seit Beginn der neunziger Jahre besch\u00e4ftigt sich die G\u00f6ttinger Romanistin Angela Bartens mit Kreolsprachen und bezieht dabei die Lusokreolsprachen in Afrika ein. Matthias Perl (Mainz) ging im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit der Universit\u00e4t Amsterdam (Jacques Arends) verst\u00e4rkt auf das Saramakkische in Suriname ein. Hierauf soll jedoch nicht weiter verwiesen werden, da das Saramakkische zwar diachronisch betrachtet in engem Zusammenhang mit den portugiesischen Kreols bzw. dem Portugiesischen in Westafrika steht, synchron gesehen aber als eine haupts\u00e4chlich englisch-basierte Kreolsprache angesehen wird (vgl. Arends \/ Perl 1995).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Auf dem\u00a0<i>2. gemeinsamen Kolloquium der deutschsprachigen Lusitanistik und Katalanistik in Berlin\u00a0<\/i>(10.-12. September 1992) leiteten Matthias Perl und Petra Thiele eine Sektion zu portugiesisch-basierten Kreols. Die Vortr\u00e4ge erschienen 1993 in einem Sammelband (Perl \/ Sch\u00f6nberger \/ Thiele 1993). 1994 fand im September an der Universit\u00e4t Bras\u00edlia das erste Kolloquium zu spanisch- und portugiesisch-basierten Kreols statt. Mit Beitr\u00e4gen von Angela Bartens, Sybille Gro\u00dfe \/ Matthias Perl, J\u00fcrgen Lang, Petra Thiele und Klaus Zimmermann war die deutschsprachige Kreolistik gut vertreten, ja nach den Gastgebern die st\u00e4rkste ausl\u00e4ndische Gruppe \u00fcberhaupt.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Das zweite Kolloquium zu dieser Thematik fand im Oktober 1996 am Ibero-Amerikanischen Institut in Berlin statt. Hieran nahmen die international bekanntesten Kreolisten teil.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Petra Thiele (Berlin) konnte trotz der genannten Einschnitte wichtige Arbeiten zu den portugiesisch-basierten Kreols vorlegen (Thiele 1991a; 1991b; 1991c; 1991d; 1992a; 1992b; 1993a; 1993b; 1994a; 1994b; 1994c; 1994d).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">J\u00fcrgen Lang (Erlangen) besch\u00e4ftigt sich weiterhin besonders mit dem kapverdischen Kreolisch (Lang 1990; 1991; 1993; 1994a; 1994b).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Angela Bartens (G\u00f6ttingen) bezieht in ihre Untersuchungen immer auch die portugiesisch-basierten Kreolsprachen in Afrika ein. 1995 erschien die Buchfassung ihrer G\u00f6ttinger Dissertation. Weitere f\u00fcr unsere Thematik wichtige Arbeiten sind Bartens (1994) (ein Vergleich grammatischer Strukturen des umgangssprachlichen brasilianischen Portugiesisch mit kreolischen), (1995a; 1995b).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Philippe Maurer (K\u00fcsnacht) untersucht nach Abschlu\u00df seiner Arbeiten zum Papiamentu die auf S\u00e3o Tom\u00e9 gesprochenen Kreols. Seine Arbeiten beruhen auf Feldforschungen. Ergebnisse seiner Studien sind folgende Publikationen: Maurer (1992) und Maurer (1995).<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>Afrolusitanistik<\/p>\n<p><\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Besch\u00e4ftigung mit Variet\u00e4ten des Portugiesischen in Afrika konnte von mehreren Romanisten weitergef\u00fchrt werden, wenngleich die Forschungsschwerpunkte etwas ver\u00e4ndert werden mu\u00dften. Bis 1992\/1993 erschienen noch Aufs\u00e4tze, die haupts\u00e4chlich mit den Dissertationsschriften zusammenhingen. Christine Hundt (Leipzig) und Matthias Perl (Mainz) bezogen Beispiele aus dem Kreolischen und aus Portugiesischvariet\u00e4ten in Afrika in Untersuchungen zum Sprachwandel ein (Hundt \/ Perl 1992).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Beziehungen zur Universit\u00e4t Rennes gestalteten sich nunmehr individuell. Christine Hundt, Dieter Messner (Salzburg) und Matthias Perl nahmen im September 1994 auf Einladung der dortigen Forschungsgruppe zum Portugiesischen in Afrika an einer internationalen Konferenz zum au\u00dfereurop\u00e4ischen Portugiesisch teil. Die Konferenz war eine der wichtigsten lusitanistischen Veranstaltungen der letzten Jahre au\u00dferhalb Portugals mit zahlreichen Vertretern aus allen lusophonen L\u00e4ndern und der Einweihung einer afrolusitanistischen Spezialbibliothek. Im gleichen Jahr steuerte Matthias Perl zum Portugiesisch-Band des\u00a0<i>Lexikons der Romanistischen Linguistik<\/i>einen Beitrag \u00fcber das Portugiesische in Afrika (Perl 1994b) bei.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>Angola<\/p>\n<p><\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Annette Endruschat (Leipzig) gilt weiterhin als Spezialistin f\u00fcr das angolanische Portugiesisch (vgl. Endruschat 1991). Mit Karin Huth (Leipzig) untersuchte sie auch Probleme des portugiesisch-afrikanischen Sprachkontaktes in Angola (Endruschat \/ Huth 1993). Karin Huth ging au\u00dferdem auf die Beeinflussung des Kimbundu durch das Portugiesische ein (Huth 1991). Mit der Frage der Sprachverwendung in der angolanischen Literatur besch\u00e4ftigen sich Matthias Perl (Mainz) und Christine Hundt (Leipzig) (Perl\/Hundt 1991).<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>Mosambik<\/p>\n<p><\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Cornelia D\u00f6ll (Leipzig) stellt Ergebnisse ihrer Dissertation in einem Beitrag zur Verwendung von Anglizismen in der Tagespresse in Portugal und Mosambik vor: D\u00f6ll (1991). Doris Leiste (Leipzig) berichtet \u00fcber die lexikalische Entwicklung in Mosambik und \u00fcber die Sprachpolitik: Leiste (1991a; 1991b).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die deutschsprachige afrolusitanistische Forschung und die Besch\u00e4ftigung mit den portugiesischen Kreolsprachen in Afrika besetzt ohne Zweifel in der internationalen Romanistik und Kreolistik eine f\u00fchrende Position. Mit ca. 20 einschl\u00e4gigen Buchpublikationen bzw. Dissertationen und 76 Aufs\u00e4tzen kann sich diese Bilanz sehen lassen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Das Problem der internationalen Rezeption der meist deutschsprachigen Arbeiten mu\u00df abschlie\u00dfend besonders erw\u00e4hnt werden. Portugiesische Ver\u00f6ffentlichungen werden im nichtlusophonen Ausland nur von Lusitanisten zur Kenntnis genommen. Viele portugiesische Linguisten schreiben daher ihre Beitr\u00e4ge in franz\u00f6sischer Sprache. Deutschsprachige Publikationen werden in den lusophonen L\u00e4ndern fast \u00fcberhaupt nicht gelesen. Selbst im anglophonen Ausland kommt es immer wieder zu kuriosen Situationen, da z.\u00a0B. Rezensenten entweder deutsche Sprachkenntnisse haben oder aber Spezialisten f\u00fcr das Portugiesische in Afrika oder Kreolsprachen sind. Eine Kombination ist selten anzutreffen. Im Gegensatz dazu kann sich ein deutschsprachiger Romanist nicht entschuldigen, da\u00df er eine relevante Publikation in einer g\u00e4ngigen Sprache nicht rezipiert hat.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Bestes Beispiel hierf\u00fcr ist die \u00c4u\u00dferung des Herausgebers der sonst international sehr angesehenen Zeitschrift\u00a0<i>Journal of Pidgin and Creole Languages<\/i>, des US-Amerikaners Glenn Gilbert, der deutsche Publikationen lesen kann. In einer meines Erachtens nicht immer berechtigt kritischen Rezension stellt er fest: \u00abPortuguese contact linguistics and Portuguese Creole linguistics have a long way to go in Germany\u00bb (Gilbert 1994). Ein deutschsprachiger Lusitanist und Kreolist kann darauf eigentlich nur antworten: \u00abThe long way depends on the distance to the place where a reviewer is located. Some people live too far away from international discussion.\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die linguistischen Untersuchungen zum Portugiesischen in Afrika und das Studium der dort gesprochenen portugiesisch-basierten Kreolsprachen haben f\u00fcr die theoretische Linguistik bemerkenswerte Ergebnisse erbracht. Die Rolle der Substratsprachen bei der Kreolgenese, das Ph\u00e4nomen der Kontamination oder\u00a0<i>conflation<\/i>\u00a0in Sprachkontaktsituationen, die Sprachwandelph\u00e4nomene im morphologischen Bereich als Reaktion auf phonologische Ver\u00e4nderungen, Interferenzprobleme bei bilingualen Sprechern, Fragen von Sprachprestige und nationaler Identit\u00e4t und weitere Themen haben gezeigt, da\u00df die Besch\u00e4ftigung mit Portugiesisch- und Kreolischvariet\u00e4ten in Afrika spannend sein kann und neue sprachwissenschaftliche Erkenntnisse bringt.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>5 Bibliographie<\/p>\n<p><\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Allgemeine Historie<\/i>\u00a0(1748):\u00a0<i>Allgemeine Historie der Reisen zu Wasser und zu Lande; oder Sammlung aller Reisebeschreibungen\u00a0<\/i>[\u2026],Band 3, Leipzig: Arkstee &amp; Merkus.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Arends, Jacques \/ Matthias Perl (1995):\u00a0<i>Early Suriname Creole Texts: A Collection of 18th-Century Sranan and Saramaccan Documents,\u00a0<\/i>Frankfurt am Main; Madrid: Vervuert.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Bartens, Angela (1994): \u00abA l\u00edngua popular brasileira em dois romances de Jorge Amado: poder-se-\u00e1 aprender algo de fontes liter\u00e1rias\u00bb, in:\u00a0<i>Biblos\u00a0<\/i>70, S. 449-466.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Bartens, Angela (1995a):\u00a0<i>Die iberoromanisch-basierten Kreolsprachen,\u00a0<\/i>Frankfurt am Main: Peter Lang.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Bartens, Angela (1995b): \u00abA express\u00e3o do aspecto inceptivo nos crioulos: qu\u00e3o diferentes s\u00e3o os crioulos de base ibero-rom\u00e2nica?\u00bb, in:\u00a0<i>Papia\u00a0<\/i>1, S. 11-20.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Bastian, Adolf (1874-1875):\u00a0<i>Die deutsche Expedition an der Loango-K\u00fcste, nebst \u00e4lteren Nachrichten \u00fcber die zu erforschenden L\u00e4nder,\u00a0<\/i>Jena: Costenoble.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>Bibliografia<\/i>\u00a0(1976):\u00a0<i>Bibliografia Dialectal Galego-Portuguesa,\u00a0<\/i>Lisboa: Centro de Lingu\u00edstica das Universidades de Lisboa.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Boretzky, Norbert (1983):\u00a0<i>Kreolsprachen, Substrate und Sprachwandel,\u00a0<\/i>Wiesbaden: Harrassowitz.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Braun, Annekatrin (1984): \u00abBantuismen im Portugiesischen Mo\u00e7ambiques\u00bb, in:\u00a0<i>Zeitschrift f\u00fcr Phonetik, Sprachwissenschaft und Kommunikationsforschung\u00a0<\/i>5, S. 558-563.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Brosz, Susanne \/ Klopp, Ines (1985): \u00abErgebnisse einer Befragung zur Anrede im Portugiesischen Mo\u00e7ambique\u00bb, in:<i>Linguistische Arbeitsberichte\u00a0<\/i>51, S. 85-89.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Brunner, Samuel (1840):\u00a0<i>Reise nach Senegambien und den Inseln des gr\u00fcnen Vorgeb\u00fcrges im Jahre 1838,\u00a0<\/i>Bern: Haller.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Dantzig, Gotthart Arthus von (1603):\u00a0<i>Wahrhafftige Historische Beschreibung de\u00df gewaltigen Goltreichen K\u00f6nigreichs Guinea, sonst das Goltgestatt von Mina genandt \/ son in Africa gelegen \/ sampt derselben gantzen Beschaffenheit \/ auch Religion und Opinion \/ Sitten und Sprachen \/ Handel und Wandel der Eynwohner daselbst \/ beneben einer kutzen Erzehlung was die Schiffe \/ so dahin fahren wollen \/ f\u00fcr einen Lauff durch die Canarische Inseln: bi\u00df an das Cabo de Tres punctas, da das Goltgestatt sich anfanget \/ halten m\u00fcssen,\u00a0<\/i>Franckfurt am Mayn.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Dapper, Olfert (1671):\u00a0<i>Umbstaendliche und eigentliche Beschreibung von Africa, und denen dazu geh\u00f6rigen K\u00f6nigreichen und Landschaften,\u00a0<\/i>Amsterdam: J. von Meurs.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Degenhardt, Ruth \/ Stolz, Thomas \/ Ulferts, Hella (Hrsg.) (1997):\u00a0<i>Afrolusitanistik: eine vergessene Disziplin in Deutschland? Dokumentation des 2. Bremer Afro-Romania Kolloquiums vom 27.-29. Juni 1996<\/i>, Bremen: Universit\u00e4t Bremen (Bremer Beitr\u00e4ge zur Afro-Romania; Bd. 2).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">D\u00f6ll, Cornelia (1989): \u00abPortugiesisch-englischer Sprachkontakt und Sprachvariet\u00e4tenbeschreibung des Portugiesischen anhand von Untersuchungen zu Anglizismen aus der portugiesischen und mo\u00e7ambiquanischen Presse, Diss. Leipzig.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">D\u00f6ll, Cornelia (1991): \u00abAnglizismen in der portugiesischen und mosambikanischen Tagespresse: ein Problem der Stil- und Verwendungsnormen\u00bb, in: G\u00e4rtner, Eberhard \/ Schmidt-Radefeldt, J\u00fcrgen \/ Sch\u00f6nberger, Axel (Hrsg.) (1991):<i>\u00a0Neuere Ergebnisse der portugiesischen Sprachwissenschaft,\u00a0<\/i>Frankfurt am Main: TFM; Domus Editoria Europaea, S. 27-45.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Ehrhardt, Marion (1980): \u00abErste deutsche Nachrichten \u00fcber die portugiesische Kultur\u00bb, in: Ehrhardt, Marion \/ Hess, Rainer \/ Schmidt-Radefeldt, J\u00fcrgen (Hrsg.) (1980):\u00a0<i>Portugal &#8211; Alemanha \/ Portugal &#8211; Deutschland,\u00a0<\/i>Coimbra: Livraria Almedina.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Endruschat, Annette (1984): \u00abStudien zur portugiesischen Sprache in der Volksrepublik Angola (unter besonderer Ber\u00fccksichtigung lexikalischer und soziolinguistischer Aspekte)\u00bb, Diss. Leipzig.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Endruschat, Annette (1986a): \u00abZur sozialen Varianz des Portugiesischen in der Volksrepublik Angola unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der &#8216;linguagem dos muceques&#8217;\u00bb, in:\u00a0<i>Beitr\u00e4ge zur romanischen Philologie\u00a0<\/i>1, S. 89-92.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Endruschat, Annette (1986b): \u00abCr\u00e9ation lexicale en portugais parl\u00e9 dans la R\u00e9publique Populaire d&#8217;Angola\u00bb, in: Perl, Matthias (Hrsg.) (1986):\u00a0<i>Le Portugais en Afrique (Linguistische Arbeitsberichte<\/i>\u00a053), S. 60-77.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Endruschat, Annette (1990a):\u00a0<i>Studien zur portugiesischen Sprache in der Volksrepublik Angola,<\/i>\u00a0Frankfurt am Main: TFM; Domus Editora Europaea (Buchfassung der Dissertation von 1984).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Endruschat, Annette (1990b): \u00abPerspectivas de bilinguismo nacional na Rep\u00fablica Popular de Angola e sua problem\u00e1tica no ensino: eine soziolinguistische Pilotstudie zum Portugiesischen in der VR Angola, in:\u00a0<i>Lusorama<\/i>\u00a011 (M\u00e4rz), S. 40-45.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Endruschat, Annette (1990c): \u00abA l\u00edngua falada como for\u00e7a motriz do desenvolvimento do portugu\u00eas angolano, in:\u00a0<i>Lusorama\u00a0<\/i>12 (Juni), S. 63-72.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Endruschat, Annette (1990d): \u00abSprachsituation und Sprachpolitik als Katalysatoren f\u00fcr Sprachwandelprozesse im angolanischen Portugiesisch\u00bb, in:\u00a0<i>DASP Hefte\u00a0<\/i>24-25, S. 69-82.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Endruschat, Annette (1991): \u00abZu Fragen der historischen und perspektivischen Entwicklung der portugiesischen Sprache als Kommunikationsmittel in Angola\u00bb, in: Perl, Matthias \/ Sch\u00f6nberger, Axel (Hrsg.) (1991):\u00a0<i>Studien zum Portugiesischen in Afrika und Asien,\u00a0<\/i>Frankfurt am Main: TFM; Domus Editoria Europaea, S. 9-20.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Endruschat, Annette \/ Huth, Karin (1993): \u00abInterferenz und Sprachwandlungsprozesse am Beispiel grammatikalischer Strukturen des angolanischen Portugiesisch\u00bb, in:\u00a0<i>Lusorama<\/i>20 (M\u00e4rz), S. 50-74.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Endruschat, Annette \/ Leiste, Doris (1989): \u00abZu den regionalen Besonderheiten der portugiesischen Sprache in Angola und Mo\u00e7ambique im Vergleich zum europ\u00e4ischen Portugiesisch und ihre Bedeutung f\u00fcr den Sprachmittler\u00bb, in:\u00a0<i>Wissenschaftliche Zeitschrift der Karl-Marx-Universit\u00e4t Leipzig,\u00a0<\/i>GSR, 1, S. 66-71.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Endruschat, Annette \/ Hundt, Christine \/ Leiste, Doris \/ Perl, Matthias (1989): \u00abEinige erg\u00e4nzende Bemerkungen zur Afrolusitanistik\u00bb, in:\u00a0<i>Lusorama<\/i>\u00a09 (Mai), S. 102-108.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Fleischmann, Ulrich (1984): \u00abSprache und Politik auf den Kapverdischen Inseln\u00bb, in:<i>Neue Romania<\/i>\u00a01, S. 115-140.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">G\u00e4rtner, Eberhard (1983): \u00abSyntaktische Besonderheiten des Portugiesischen in Angola\u00bb, in:<i>\u00a0Wissenschaftliche Zeitschrift der Humboldt-Universit\u00e4t Berlin,<\/i>\u00a0GSR, 3, S. 295-298.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">G\u00e4rtner, Eberhard (1986a): \u00abZur Entstehung und Bewertung von syntaktischen \u00dcbereinstimmungen in den m\u00fcndlichen Existenzformen des Portugiesischen in Angola, Mo\u00e7ambique und Brasilien\u00bb, in:\u00a0<i>Beitr\u00e4ge zur romanischen Philologie<\/i>\u00a01, S. 93-99.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">G\u00e4rtner, Eberhard (1986b): \u00abRemarques sur la syntaxe du portugais en Angola et au Mozambique\u00bb, in: Perl, Matthias (Hrsg.) (1986):\u00a0<i>Le Portugais en Afrique (Linguistische Arbeitsberichte<\/i>\u00a053), S. 60-77.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">G\u00e4rtner, Eberhard (1986c): \u00abSur l&#8217;origine et l&#8217;interpr\u00e9tation des parall\u00e9lismes syntaxiques parl\u00e9 en Angola, au Mozambique et au Br\u00e9sil\u00bb, in:\u00a0<i>Cahiers de linguistique sociale\u00a0<\/i>9, S. 106-113.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">G\u00e4rtner, Eberhard (1989): \u00abDer Modus des Verbs in Kompletivs\u00e4tzen: seine semantischen und pragmatischen Grundlagen und seine Verwendung in den sozialen und regionalen Varianten des Portugiesischen\u00ab, in: Perl, Matthias (Hrsg.) (1989):<i>Beitr\u00e4ge zur Afrolusitanistik und Kreolistik,<\/i>\u00a0Bochum: Brockmeyer, S. 137-148.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Gebert, Heike (1986): \u00abUntersuchungen zur angolanischen Gegenwartsprosa: Kontinuit\u00e4t und Wandel im Abbild von Geschichte, Gesellschaft, Individuum\u00bb, Diss. Leipzig.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Gebert, Heike (1996): \u00abOndina, Lueji, Sara: Frauenfiguren bei Pepetela\u00bb, in: Sch\u00f6nberger, Axel (Hrsg.) (1996):\u00a0<i>Geschlechterdiskurse in der modernen Literatur Brasiliens, Portugals und der PALOP,\u00a0<\/i>Frankfurt am Main: TFM; Domus Editoria Europaea, S. 365-371.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Giese, Wilhelm (1954): \u00abPortugiesische Lehnw\u00f6rter in Mbundu (Angola)\u00bb, in:\u00a0<i>Orbis<\/i>\u00a03, S. 199-206.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Gilbert, Glenn (1994): Rezension zu: Matthias Perl \/ Axel Sch\u00f6nberger (Hrsg.):\u00a0<i>Studien zum Portugiesischen in Afrika und Asien,\u00a0<\/i>Frankfurt am Main: TFM; Domus Editoria Europaea, 1991, in:\u00a0<i>Journal of Pidgin and Creole Languages<\/i>\u00a09\/2, S. 417-421.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">G\u00fcnther, Wilfried (1973): \u00abDas portugiesische Kreolisch der Ilha do Pr\u00edncipe\u00bb, Marburg an der Lahn: Selbstverlag.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Heilmair, Hans-Peter (1988): \u00abSchreiben &#8211; aber wie? Zur Sprachproblematik in der kapverdianischen Literatur\u00bb, in:\u00a0<i>DASP-Jahrbuch\u00a0<\/i>1988, Bonn: DASP, S. 53-64.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Heilmair, Hans-Peter (1992):\u00a0<i>Die Entwicklung der kapverdischen Literatur im soziokulturellen Kontext,<\/i>\u00a0Frankfurt am Main: TFM; Domus Editoria Europaea.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Hundt, Christine (1989): \u00abVergleichende Untersuchungen zur Phraseologie des europ\u00e4ischen und mo\u00e7ambiquanischen Portugiesisch\u00bb, in: Perl, Matthias (Hrsg.) (1989):\u00a0<i>Beitr\u00e4ge zur Afrolusitanistik und Kreolistik,<\/i>\u00a0Bochum: Brockmeyer, S. 125-134.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Hundt, Christine (1992): \u00abUntersuchungen zur portugiesischen Phraseologie auf der Basis von W\u00f6rterbucheintragungen, Monographien, Pressetexten und belletrstischen Texten\u00bb, Diss. Leipzig.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Hundt, Christine (1994):\u00a0<i>Untersuchungen zur portugiesischen Phraseologie,\u00a0<\/i>Wilhelmsfeld: Egert-Verlag.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Hundt, Christine \/ Perl, Matthias (1992): \u00abUntersuchungen zum Sprachwandel in den Bereichen Phraseologie und Par\u00f6miologie sowie in der Wortsemantik\u00bb, in: Erfurt, J\u00fcrgen \/ Je\u00dfing, Benedikt \/ Perl, Matthias (Hrsg.) (1992):\u00a0<i>Prinzipien des Sprachwandels I, Vorbereitung: Beitr\u00e4ge zum Leipziger Symposium des Projektes \u00abPrinzipien des Sprachwandels\u00bb (PROPRINS) vom 24.-26. 10. 1991 an der Universit\u00e4t Leipzig,\u00a0<\/i>Bochum: Brockmeyer, S. 156-173.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Huth, Karin (1984): \u00abUntersuchungen zum Nominalklassensystem des Kimbundu (Volksrepublik Angola) unter Ber\u00fccksichtigung der Entwicklungstendenzen seiner urbanen Variante\u00bb, Diss. Leipzig.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Huth, Karin (1987): \u00abAspekte der sprachlichen Situation in der Volksrepublik Angola\u00bb, in:\u00a0<i>Asien, Afrika, Lateinamerika\u00a0<\/i>2, S. 273-277.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Huth, Karin (1991): \u00abPortugiesische Lehnw\u00f6rter im grammatischen System des Kimbundu (Angola)\u00bb, in: Perl, Matthias \/ Sch\u00f6nberger, Axel (Hrsg.) (1991):\u00a0<i>Studien zum Portugiesischen in Afrika und Asien,\u00a0<\/i>Frankfurt am Main: TFM; Domus Editoria Europaea, S. 21-37.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Klare, Johannes (1985): \u00abZum Status des Portugiesischen in Afrika und zur Problematik der &#8216;Unidade&#8217; und &#8216;Diversidade&#8217; der portugiesischen Sprache\u00ab, in:\u00a0<i>Wissenschaftliche Zeitschrift der Humboldt-Universit\u00e4t Berlin,\u00a0<\/i>GSR, 4, S. 285-296.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Klare, Johannes \/ Sieke, Frank (1983): \u00abZur Sprachpolitik in der Volksrepublik Mo\u00e7ambique\u00bb, in:\u00a0<i>Wissenschaftliche Zeitschrift der Humboldt-Universit\u00e4t Berlin,\u00a0<\/i>GSR, 3, S. 285-293.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Lang, J\u00fcrgen (1990): \u00abA categoria n\u00famero no crioulo caboverdiano\u00bb, in:\u00a0<i>Papia\u00a0<\/i>1, S. 15-25.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Lang, J\u00fcrgen (1991): \u00abDie Kategorie Numerus im kapverdischen Kreol\u00ab, in:\u00a0<i>Neue Romania<\/i>\u00a010, S. 1-19.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Lang, J\u00fcrgen (1993): \u00abDas Verbalsystem des kapverdischen Kreolisch (Variante von Santiago)\u00bb, in: Perl, Matthias \/ Sch\u00f6nberger, Axel \/ Thiele, Petra (Hrsg.) (1993):\u00a0<i>Portugiesisch-basierte Kreolsprachen,\u00a0<\/i>Frankfurt am Main: TFM; Domus Editoria Europaea, S. 137-166.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Lang, J\u00fcrgen (1994a): \u00abO interesse da ling\u00fc\u00edstica pelo crioulo de Cabo Verde\u00bb, in:\u00a0<i>Papia<\/i>\u00a03\/1, S. 90-105.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Lang, J\u00fcrgen (1994b): \u00abEstruturas eventualmente africanas no crioulo de Cabo Verde (Santiago)\u00bb, in:\u00a0<i>Papia<\/i>\u00a03\/2, S. 171-176.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Leg\u00e8re, Karsten (1989): \u00abPortugiesische Lehnw\u00f6rter im Swahili\u00bb, in: Perl, Matthias (Hrsg.) (1989):\u00a0<i>Beitr\u00e4ge zur Afrolusitanistik und Kreolistik,<\/i>\u00a0Bochum: Brockmeyer, S. 113-123.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Leiste, Doris (1986): \u00abQuelques r\u00e9flexions sur la situation linguistique en R\u00e9publique Populaire de Mozambique\u00ab, in: Perl, Matthias (Hrsg.) (1986):\u00a0<i>Le Portugais en Afrique (Linguistische Arbeitsberichte<\/i>\u00a053), S. 46-59.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Leiste, Doris (1988): \u00abDie portugiesische Sprache in Mo\u00e7ambique: eine Untersuchung zur Entwicklung der Sprachsituation von der Kolonialzeit bis in die Gegenwart\u00bb, Diss. Leipzig.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Leiste, Doris (1991a): \u00abAspekte der lexikalischen Entwicklung des Portugiesischen in Mosambik\u00bb, in: Perl, Matthias \/ Sch\u00f6nberger, Axel (Hrsg.) (1991):\u00a0<i>Studien zum Portugiesischen in Afrika und Asien,\u00a0<\/i>Frankfurt am Main: TFM; Domus Editoria Europaea, S. 39-48.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Leiste, Doris (1991b): \u00abZur Sprachpolitik der FRELIMO\u00bb, in:\u00a0<i>Mo\u00e7ambique-Referate des 4. DASP-Symposiums an der Universit\u00e4t K\u00f6ln 12.-13. April 1991, DASP-Hefte\u00a0<\/i>30-31, S. 89-95.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Le Page, Robert Brock (1980): \u00abSchuchardts Creole Studies and the Problem of Linguistic Continua\u00bb, in: Lichem, Klaus \/ Simon, Hans Joachim (Hrsg.) (1980):\u00a0<i>Vortr\u00e4ge und Aufs\u00e4tze des Schuchardt-Symposiums 1977 in Graz,\u00a0<\/i>Wien: Verlag der \u00d6sterreichischen Akademie der Wissenschaften, S. 114-146.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Massa, Jean-Michel \/ Perl, Matthias (Hrsg.) (1989):\u00a0<i>La Langue Portugaise en Afrique,<\/i>Rennes: Universit\u00e9 de Haute Bretagne.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Maurer, Philippe (1992): \u00abL&#8217;apport lexical bantou en angolar\u00bb, in:\u00a0<i>Afrikanistische Arbeitspapiere<\/i>\u00a029, S. 163-174.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Maurer, Philippe (1995):\u00a0<i>L&#8217;angolar: un cr\u00e9ole afro-portugais parl\u00e9 \u00e0 S\u00e3o Tom\u00e9,<\/i>Hamburg: Buske.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Meister, George (1692; 1973):\u00a0<i>Der orientalisch-indianische Kunst- und Lustg\u00e4rtner,<\/i>hrsg. von Friedemann Berger und Wilfried Bonsack, Weimar: Gustav Kiepenheuer (Nachdruck der Ausgabe von 1692, gedruckt bei Johann Riedel in Dresden).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Mildner-Spindler, Renate (1987): \u00abGrundz\u00fcge der ethnischen Entwicklung im Territorium Angolas: ethnische Gemeinschaften und ethnische Prozesse von den Anf\u00e4ngen bis 1960\u00bb, Diss. Leipzig.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Oberl\u00e4nder, Richard (1885):\u00a0<i>Deutsch-Afrika: Land und Leute, Handel und Wandel in unseren Kolonien,\u00a0<\/i>Leipzig; Berlin: Friedrich.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Perl, Matthias (1982a): \u00abDie Bedeutung des Kreolenportugiesischen f\u00fcr die Herausbildung der Kreolensprachen in der Karibik (unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der kubanischen &#8216;habla bozal&#8217;)\u00bb, Habil.-Schrift Leipzig.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Perl, Matthias (1982b): \u00abAcerca de alguns aspectos hist\u00f3ricos do Portugu\u00eas Crioulo em \u00c1frica\u00bb, in:\u00a0<i>Biblos: homenagem a M. Paiva Bol\u00e9o<\/i>\u00a058, S. 1-12.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Perl, Matthias (1983): \u00abGedanken zu einigen Aufgaben der Afrolusitanistik\u00bb, in:\u00a0<i>Wissenschaftliche Zeitschrift der Humboldt-Universit\u00e4t Berlin,\u00a0<\/i>GSR, 3, S. 299-301.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Perl, Matthias (1984): \u00abSome Sociolinguistic Aspects of the Crioulo-Variants in West Africa\u00bb, in:\u00a0<i>Zeitschrift f\u00fcr Phonetik, Sprachwissenschaft und Kommunikationsforschung<\/i>\u00a05, S. 606-610.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Perl, Matthias (1985): \u00abEinige Gedanken zum Leipziger Projekt der Erforschung sozialer und regionaler Varianten des Portugiesischen und des Crioulo in Afrika\u00bb, in:\u00a0<i>Linguistische Arbeitsberichte\u00a0<\/i>51, S. 90-97.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Perl, Matthias (1986): \u00abNationale Variet\u00e4ten des Portugiesischen und Spanischen in Afrika\u00bb, in:\u00a0<i>Linguistische Studien\u00a0<\/i>148, S. 169-180.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Perl, Matthias (1989a): \u00abZur Pr\u00e4senz des kreolisierten Portugiesisch in der Karibik: ein Beitrag zur Dialektologie des karibischen Spanisch\u00bb, in:\u00a0<i>Beitr\u00e4ge zur romanischen Philologie<\/i>\u00a028\/1, S. 131-148.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Perl, Matthias (1989b): \u00abAlgunos resultados de la comparaci\u00f3n de fen\u00f3menos morfosint\u00e1cticos del &#8216;habla bozal&#8217;, de la &#8216;linguagem dos musseques&#8217;, del &#8216;palenquero&#8217; y de lenguas criollas de base lexical portuguesa\u00bb, in: [ohne Hrsg.] (1989):\u00a0<i>Estudios sobre Espa\u00f1ol de Am\u00e9rica y Ling\u00fc\u00edstica Afroamericana: ponencias presentadas en el 45 Congreso Internacional de Americanistas (Bogot\u00e1, julio de 1985),\u00a0<\/i>Bogot\u00e1: Instituto Caro y Cuervo, S. 369-380.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Perl, Matthias (Hrsg.) (1989c):\u00a0<i>Beitr\u00e4ge zur Afrolusitanistik und Kreolistik,<\/i>\u00a0Bochum: Brockmeyer.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Perl, Matthias (1994b): \u00abKapitel: Portugiesisch in Afrika: Sprachvariation\u00bb, in: Holtus, G\u00fcnter \/ Metzeltin, Michael \/ Schmitt, Christian (Hrsg.) (1994):\u00a0<i>Lexikon der Romanistischen Linguistik,\u00a0<\/i>Band VI, 2:<i>\u00a0Galegisch, Portugiesisch,\u00a0<\/i>T\u00fcbingen: Niemeyer, S. 585-591.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Perl, Matthias (1994c): \u00abZur Situation der deutschsprachigen Iberoromanistik\u00bb, Antrittsvorlesung, gehalten am 10. November 1994 im Philosophicum der Johannes Gutenberg-Universit\u00e4t in Mainz, unver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Perl, Matthias (Hrsg.) (1995a):\u00a0<i>Bibliographie zur romanischen Sprachwissenschaft in der DDR (1949-1990),\u00a0<\/i>Wilhelmsfeld: Egert-Verlag.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Perl, Matthias (1995b): \u00abPart II: Saramaccan\u00bb, in: Arends, Jacques \/ Perl, Matthias (1995: 243-374).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Perl, Matthias (1995c): \u00abDie Herrnhuter Missionare als Philologen und \u00dcbersetzer: die Sklavenbriefe aus Suriname als fr\u00fche Dokumente einer Kreolsprache\u00ab, in: Salnikow, Nikolai (Hrsg.) (1995):\u00a0<i>Sprachtransfer &#8211; Kulturtransfer,\u00a0<\/i>Frankfurt am Main: Peter Lang, S. 183-197.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Perl, Matthias (im Druck): \u00abO portugu\u00eas como l\u00edngua de trabalho dos mission\u00e1rios alem\u00e3es na \u00c1sia (s\u00e9c. XVIII)\u00bb.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Perl, Matthias \/ D\u00f6ll, Cornelia \/ Dyrba, Bernd \/ Endruschat, Annette \/ G\u00e4rtner, Eberhard \/ Huth, Karin \/ Leiste, Doris \/ Thiele, Petra (1989):\u00a0<i>Portugiesisch und Crioulo in Afrika: Geschichte, Grammatik, Lexik, Sprachentwicklung,\u00a0<\/i>Leipzig: Karl-Marx-Universit\u00e4t.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Perl, Matthias \/ D\u00f6ll, Cornelia \/ Dyrba, Bernd \/ Endruschat, Annette \/ G\u00e4rtner, Eberhard \/ Huth, Karin \/ Leiste, Doris \/ Thiele, Petra (<sup>2<\/sup>1994a):\u00a0<i>Portugiesisch und Crioulo in Afrika: Geschichte, Grammatik, Lexik, Sprachentwicklung,\u00a0<\/i>Bochum: Brockmeyer.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Perl, Matthias \/ Hundt, Christine (1991): \u00abIdentidade lingu\u00edstica como contribui\u00e7\u00e3o para a identidade cultural: reflex\u00f5es sobre a linguagem da literatura angolana\u00bb, in:\u00a0<i>Lusorama<\/i>\u00a015 (Juni), S. 45-53.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Perl, Matthias \/ Sch\u00e4fer, Hans (1983): \u00abProbleme der Entwicklung des Portugiesischen in Afrika &#8211; unter besonderer Ber\u00fccksichtigung Mo\u00e7ambiques\u00bb, in:\u00a0<i>Beitr\u00e4ge zur romanischen Philologie\u00a0<\/i>1, S. 119-129.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Perl, Matthias \/ Sch\u00f6nberger, Axel (Hrsg.) (1991):\u00a0<i>Studien zum Portugiesischen in Afrika und Asien,\u00a0<\/i>Frankfurt am Main: TFM; Domus Editoria Europaea.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Perl, Matthias \/ Sch\u00f6nberger, Axel \/ Thiele, Petra (Hrsg.) (1993):\u00a0<i>Portugiesisch-basierte Kreolsprachen,\u00a0<\/i>Frankfurt am Main: TFM; Domus Editoria Europaea.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Pollack, Ilse (1996): \u00abCaboverdeanamente suave: Poeten und andere Herren im Werk von Germano Almeida\u00bb, in: Sch\u00f6nberger, Axel (Hrsg.) (1996):\u00a0<i>Geschlechterdiskurse in der modernen Literatur Brasiliens, Portugals und der PALOP,<\/i>Frankfurt am Main: TFM; Domus Editoria Europaea, S. 351-363.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Rosa, Luciano Caetano da (1991): \u00abLiteratura lus\u00f3grafa sob o signo de Ogun: a exemplo da literatura angolana\u00bb, in: Schlieben-Lange, Brigitte \/ Sch\u00f6nberger, Axel (Hrsg.) (1991):\u00a0<i>Polyglotte Romania: homenatge a Tilbert D\u00eddac Stegmann<\/i>, Bd. 2:\u00a0<i>Beitr\u00e4ge zu Sprachen, Literaturen und Kulturen der Romania<\/i>, Frankfurt am Main: Domus Editoria Europaea, S. 789-891.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Rosa, Luciano Caetano da (1993): \u00abA literatura na Guin\u00e9-Bissau\u00bb, in: Rosa \/ Sch\u00f6nberger (1993: 59-267).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Rosa, Luciano Caetano da (1994):\u00a0<i>Die lusographe Literatur der Inseln S\u00e3o Tom\u00e9 und Pr\u00edncipe: Versuch einer literaturgeschichtlichen Darstellung,<\/i>\u00a0Frankfurt am Main: TFM; Domus Editoria Europaea.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Rosa, Luciano Caetano da \/ Sch\u00f6nberger, Axel (Hrsg.) (1991):\u00a0<i>Studien zur lusographen Literatur in Afrika<\/i>, Frankfurt am Main: TFM; Domus Editoria Europaea.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Rosa, Luciano Caetano da \/ Sch\u00f6nberger, Axel (Hrsg.) (1993):\u00a0<i>Studien zur Lusographie in Afrika<\/i>\u00a0, Frankfurt am Main: TFM; Domus Editoria Europaea.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Schmalbruch, Gerhard (1990): \u00ab&#8217;Angolanidade&#8217;: Literatur und Nation in Angola; die Schaffung eines Nationalbewu\u00dftseins in der angolanischen Literatur\u00bb, Diss. Berlin: Freie Universit\u00e4t Berlin.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Schmidt-Radefeldt, J\u00fcrgen (1983): \u00abFrankophonie und Lusophonie in Schwarzafrika: Aspekte der Afro-Romanistik\u00bb, in: Schmidt-Radefeldt, J\u00fcrgen (Hrsg.) (1983):<i>Portugiesische Sprachwissenschaft,\u00a0<\/i>T\u00fcbingen: Narr, S. 275-302.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Sch\u00f6nberger, Axel (1988): \u00abEmpfehlungen f\u00fcr das Studium der Lusoafrikanistik\u00bb, in:\u00a0<i>Lusorama\u00a0<\/i>8 (November), S. 122-129.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Sch\u00f6nberger, Gerhard (1991): \u00abMosambikanische Literatur im 20. Jahrhundert: ein kurzer Abri\u00df\u00bb, in: Schlieben-Lange, Brigitte \/ Sch\u00f6nberger, Axel (Hrsg.) (1991):\u00a0<i>Polyglotte Romania: homenatge a Tilbert D\u00eddac Stegmann<\/i>, Bd. 2:\u00a0<i>Beitr\u00e4ge zu Sprachen, Literaturen und Kulturen der Romania<\/i>, Frankfurt am Main: Domus Editoria Europaea, S. 719-788.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Sch\u00f6nberger, Gerhard (1993a): \u00abJos\u00e9 Craveirinha:\u00a0<i>Karingana ua Karingana<\/i>\u00bb, in: Rosa \/ Sch\u00f6nberger (1993: 27-47).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Sch\u00f6nberger, Gerhard (1993b): \u00abJo\u00e3o Bernardo Dias:\u00a0<i>Godido e outros contos<\/i>\u00bb, in: Rosa \/ Sch\u00f6nberger (1993: 269-277).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Sch\u00f6nberger, Gerhard (1994): \u00abLiterarische Fiktion als Beitrag zur Geschichte? Zu Ungulani Ba Ka Khosas Roman\u00a0<i>Ualalapi<\/i>\u00bb, in: Sch\u00f6nberger, Axel \/ Zimmermann, Klaus (Hrsg.) (1994):\u00a0<i>De orbis Hispani linguis litteris historia moribus: Festschrift f\u00fcr Dietrich Briesemeister zum 60. Geburtstag<\/i>, Frankfurt am Main: Domus Editoria Europaea, S. 227-244.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Schuchardt, Hugo (1979):\u00a0<i>The Ethnography of Variation: Selected Writings on Pidgins and Creoles,<\/i>\u00a0edited and translated by Tom L. Markey, Introduction by Derek Bickerton, Ann Arbor: Karoma.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Schwarze, Christoph (1980): \u00abDiskussionsbeitrag zum Vortrag von N. Denison\u00bb, in: Lichem, Klaus \/ Simon, Hans Joachim (Hrsg.) (1980):\u00a0<i>Vortr\u00e4ge und Aufs\u00e4tze des Schuchardt-Symposiums 1977 in Graz,\u00a0<\/i>Wien: Verlag der \u00d6sterreichischen Akademie der Wissenschaften, S. 27-28.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Scotti-Rosin, Michael (1983): \u00abWege und Ziele bei der Erforschung und Beschreibung kreolischer Sprachen\u00bb, in:\u00a0<i>Aufs\u00e4tze zur portugiesischen Kulturgeschichte\u00a0<\/i>18, S. 190-201.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Scotti-Rosin, Michael (1988): \u00abDas Portugiesische in Afrika: zum Problem der Sprachnorm in der Lusophonie\u00bb, in:\u00a0<i>DASP-Jahrbuch\u00a0<\/i>1988, Bonn: DASP, S. 41-52.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Stolz, Thomas (1985): \u00abDie Aktionsart Repetitiv in den portugiesisch-basierten Kreols\u00bb, in: Boretzky, Norbert \/ Enninger, Werner \/ Stolz, Thomas (Hrsg.) (1985):\u00a0<i>Akten des 1. Essener Kolloquiums \u00fcber \u00abKreolsprachen und Sprachkontakte\u00bb vom 26. 1. 1985 an der Universit\u00e4t Essen,\u00a0<\/i>Bochum: Brockmeyer, S. 143-167.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Stolz, Thomas (1986): \u00abINFL im Kri\u00f4l: morphosyntaktische Probleme im Verbalbereich\u00bb, in: Boretzky, Norbert \/ Enninger, Werner \/ Stolz, Thomas (Hrsg.) (1986):\u00a0<i>Beitr\u00e4ge zum 2. Essener Kolloquium \u00fcber \u00abKreolsprachen und Sprachkontakte\u00bb vom 29.-30. 11. 1985 an der Universit\u00e4t Essen,\u00a0<\/i>Bochum: Brockmeyer, S. 231-260.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Stolz, Thomas (1987a):\u00a0<i>In dubio pro substrato: ein Einblick in die Negation in portugiesisch-basierten Kreols (= LAUD Paper A 177).\u00a0<\/i>Duisburg: Linguistic Agency of the University of Duisburg.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Stolz, Thomas (1987b): \u00abVerbale Morphosyntax der portugiesisch-basierten Kreols: ein Beitrag zur historischen Grammatik \u00fcberseeischer Sprachformen mit portugiesischem Lexikon\u00bb, in:\u00a0<i>Iberoamericana<\/i>\u00a030, S. 35-59.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Stolz, Thomas (1987c): \u00abThe Development of the AUX-Category in Pidgins and Creoles: the Case of the Resultative-Perfective and its Relation to Anteriority\u00ab, in: Harris, Martin \/ Ramat, Paolo (Hrsg.) (1987):\u00a0<i>Historical Development of Auxiliaries,\u00a0<\/i>Berlin; New York; Amsterdam: Mouton de Gruyter, S. 291-315.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Stolz, Thomas (1989): \u00abKri\u00f4l und sein Substrat: Evidenz aus dem TMA-System\u00bb, in: Perl, Matthias (Hrsg.) (1989):\u00a0<i>Beitr\u00e4ge zur Afrolusitanistik und Kreolistik,\u00a0<\/i>Bochum: Brockmeyer, S. 81-91.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Thiele, Petra (1988a): \u00abDas Tempus-Modus-Aspekt-System der portugiesisch-basierten Kreolsprachen Westafrikas (unter besonderer Ber\u00fccksichtigung des Kapverdischen)\u00bb, Diss. Leipzig.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Thiele, Petra (1988b): \u00abSubstratevidenz im TMA-System der portugiesisch-basierten Kreolsprachen der Kapverden und Guinea-Bissaus\u00bb, in:\u00a0<i>Leipziger linguistischer Nachwuchs stellt sich vor,\u00a0<\/i>Leipzig: Karl-Marx-Universit\u00e4t, S. 51-58.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Thiele, Petra (1988c): \u00abSome Remarks on the TMA-System of Cape Verdian Creole\u00bb, in: Boretzky, Norbert \/ Enninger, Werner \/ Stolz, Thomas (Hrsg.) (1988):\u00a0<i>Beitr\u00e4ge zum 4. Essener Kolloquium \u00fcber \u00bbSprachkontakt, Sprachwandel, Sprachwechsel, Sprachtod\u00ab vom 9. 10.-10. 10. 1987 an der Universit\u00e4t Essen,<\/i>\u00a0Bochum: Brockmeyer, S. 233-243.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Thiele, Petra (1989a): \u00abZur Spezifizierung von Substrateinfl\u00fcssen auf die Entwicklung der portugiesisch-basierten Kreolsprachen Westafrikas\u00bb, in: Perl, Matthias (Hrsg.) (1989):\u00a0<i>Beitr\u00e4ge zur Afrolusitanistik und Kreolistik,\u00a0<\/i>Bochum: Brockmeyer, S. 93-103.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Thiele, Petra (1989b): \u00abMorphosyntaktische Probleme der Symbolisierung von Tempus, Modus und Aspekt in den Kreolsprachen der Kapverden und Guinea-Bissaus\u00bb, in:\u00a0<i>Zeitschrift f\u00fcr Phonetik, Sprachwissenschaft und Kommunikationsforschung\u00a0<\/i>6, S. 748-761.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Thiele, Petra (1991a):\u00a0<i>Kabuverdianu: Elementaria seiner TMA-Morphosyntax im lusokreolischen Vergleich,\u00a0<\/i>Bochum: Brockmeyer.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Thiele, Petra (1991b): \u00abZur Numerusdiskussion im Nominalbereich portugiesisch-lexifizierter Kreol-Sprachen\u00bb, in: Boretzky, Norbert \/ Enninger, Werner \/ Stolz, Thomas (Hrsg.) (1991):\u00a0<i>Kontakt und Simplifikation: Beitr\u00e4ge zum 6. Essener Kolloquium \u00fcber \u00abKontakt und Simplifikation\u00bb vom 18.-19. 11. 1989 an der Universit\u00e4t Essen,\u00a0<\/i>Bochum: Brockmeyer, S. 175-192.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Thiele, Petra (1991c): \u00abZum Ursprung serieller Verben in portugiesisch lexifizierten Kreolsprachen\u00bb, in: Boretzky, Norbert \/ Enninger, Werner \/ Je\u00dfing, Benedikt \/ Stolz, Thomas (Hrsg.) (1991):\u00a0<i>Sprachwandel und seine Prinzipien: Beitr\u00e4ge zum 8. Bochum-Essener Kolloquium \u00fcber \u00abSprachwandel und seine Prinzipien\u00bb vom 19. 10.-21. 10. 1990 an der Ruhruniversit\u00e4t Bochum,\u00a0<\/i>Bochum: Brockmeyer, S. 126-141.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Thiele, Petra (1991d): \u00abEl Caboverdiano, \u00bfuna lengua criolla en controversia con el sistema TMA cl\u00e1sico?\u00bb, in:\u00a0<i>Papia<\/i>\u00a02, S. 49-56.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Thiele, Petra (1992a): \u00abZum Verh\u00e4ltnis von sozialen und innergrammatischen Faktoren bei Sprachwandel: strukturelle Ver\u00e4nderungen in Kreolsprachen\u00ab, in: Erfurt, J\u00fcrgen \/ Je\u00dfing, Benedikt \/ Perl, Matthias (Hrsg.) (1992):\u00a0<i>Prinzipien des Sprachwandels, I: Vorbereitung: Beitr\u00e4ge zum Leipziger Symposium des Projektes \u00abPrinzipien des Sprachwandels\u00bb (PROPRINS) vom 24.-26. 10. 1991 an der Universit\u00e4t Leipzig,\u00a0<\/i>Bochum: Brockmeyer, S. 174-185.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Thiele, Petra (1992b): \u00abSuppletion im Verbalbereich: Evidenzen aus dem Kapverdischen und seinen Kontaktsprachen\u00bb, in:\u00a0<i>Zeitschrift f\u00fcr Phonetik, Sprachwissenschaft und Kommunikationsforschung\u00a0<\/i>45\/5, S. 468-477.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Thiele, Petra (1993a): \u00abKomparation im lusokreolischen Vergleich\u00bb, in: Perl, Matthias \/ Sch\u00f6nberger, Axel \/ Thiele, Petra (Hrsg.) (1993):\u00a0<i>Portugiesisch-basierte Kreolsprachen,\u00a0<\/i>Frankfurt am Main: TFM; Domus Editoria Europaea, S. 115-135.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Thiele, Petra (1993b): \u00abWandel in der lusokreolischen Komparation\u00bb, Arbeitspapier Nr. 13 des Projektes \u00abPrinzipien des Sprachwandels\u00bb, Essen: Universit\u00e4t.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Thiele, Petra (1994a): \u00abZur Grammatikalisierung von repetitiven und inchoativen Verbalperiphrasen im Kapverdischen und Principensischen\u00bb, in:\u00a0<i>Sprachtypologische Universalien Forschung (STUF)<\/i>\u00a047\/4, S. 262-277.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Thiele, Petra (1994b): \u00abSuppletion im Portugiesischen\u00bb, in:\u00a0<i>Romanistisches Jahrbuch<\/i>43, S. 377-387.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Thiele, Petra (1994c): \u00abSobra a gramaticaliza\u00e7\u00e3o das per\u00edfrases verbais repetitivas e incoativas nos crioulos de Cabo Verde e Pr\u00edncipe\u00bb, in:\u00a0<i>Papia<\/i>\u00a02, S. 150-161.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Thiele, Petra (1994d): \u00abKreolsprachen und Sprachwandel\u00bb, in: Je\u00dfing, Benedikt (Hrsg.) (1994):\u00a0<i>Sprachdynamik: Auf dem Weg zu einer Typologie des Wandels,\u00a0<\/i>Bochum: Brockmeyer, S. 139-206.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Traumann, Stefan (1988): \u00abSoziale, geistige und ethnisch-moralische Prozesse im Bild der zeitgen\u00f6ssischen afrikanischen Dichtung: Untersuchungen zur Widerspiegelung gesellschaftlicher Prozesse anhand ausgew\u00e4hlter Beispiele francophoner und lusophoner afrikanischer Lyrik\u00bb, Diss. Leipzig.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Vermeer, Hans (1974): \u00abBerenger&#8217;s Kreolen-Portugiesische Grammatik\u00bb, in: Briesemeister, Dietrich (Hrsg.) (1974):\u00a0<i>Sprache, Literatur, Kultur: Romanistische Beitr\u00e4ge,<\/i>\u00a0Frankfurt am Main: Peter Lang, S. 31-36.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Anmerkungen:<\/p>\n<p class=\"bodytext\">1. Dieser Beitrag wurde zuerst in Degenhardt \/ Stolz \/ Ulferts (1997: 18-59) ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><a name=\"N_2_\"><\/a>2. In meiner Darstellung erfasse ich nur Arbeiten der deutschsprachigen Afrolusitanistik, d.\u00a0h. von deutschsprachigen Autoren aus \u00d6sterreich, der Schweiz und Deutschland. Ich m\u00f6chte daher an dieser Stelle explizit auf die drei portugiesischen Fachkollegen hinweisen, die auch zu dieser Thematik in Deutschland publiziert haben: Maria Fernanda Silva-Brummel (Mainz), Luciano Jos\u00e9 Caetano da Rosa (Mainz) und Jos\u00e9 Azevedo do Campo (Rostock).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Matthias Perl (Universit\u00e4t Mainz) Afrolusitanistik im deutschsprachigen Raum Geschichte und Gegenwart einer Grenzdisziplin\u00a0(1) 0 Begriffsbestimmung Fast zeitgleich und gezwungenerma\u00dfen unabh\u00e4ngig voneinander wurde Anfang der achtziger Jahre das Aufgabenfeld der linguistischen Afrolusitanistik von deutschsprachigen Romanisten abgesteckt. Der Kieler J\u00fcrgen Schmidt-Radefeldt (1983:&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/lusitanistenverband.de\/pt\/was-ist-lusitanistik\/afrolusitanistik\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":10,"menu_order":3,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-55","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/lusitanistenverband.de\/pt\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/55","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/lusitanistenverband.de\/pt\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/lusitanistenverband.de\/pt\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/lusitanistenverband.de\/pt\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/lusitanistenverband.de\/pt\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=55"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/lusitanistenverband.de\/pt\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/55\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":174,"href":"http:\/\/lusitanistenverband.de\/pt\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/55\/revisions\/174"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/lusitanistenverband.de\/pt\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/10"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/lusitanistenverband.de\/pt\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=55"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}