{"id":85,"date":"2017-11-18T18:17:22","date_gmt":"2017-11-18T17:17:22","guid":{"rendered":"http:\/\/romanistisches-kolloquium.de\/dlv\/?page_id=85"},"modified":"2017-12-28T17:24:31","modified_gmt":"2017-12-28T16:24:31","slug":"preistraeger-2015","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/lusitanistenverband.de\/pt\/foerderpreis\/preistraeger-2015\/","title":{"rendered":"Preistr\u00e4ger 2015"},"content":{"rendered":"<div id=\"c3899\" class=\"csc-default\">\n<div class=\"csc-header csc-header-n1\">\n<h1 class=\"csc-firstHeader\">Georg-Rudolf-Lind-F\u00f6rderpreis f\u00fcr Lusitanistik<\/h1>\n<\/div>\n<h3>Portr\u00e4t des Preistr\u00e4gers<\/h3>\n<p class=\"bodytext\">\n<\/div>\n<div id=\"c3898\" class=\"csc-default\">\n<div class=\"csc-textpic csc-textpic-intext-right\">\n<div class=\"csc-textpic-imagewrap csc-textpic-single-image\"><a href=\"http:\/\/lusitanistenverband.de\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/Schulze_Lind-Preis_2015_02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-675\" src=\"http:\/\/lusitanistenverband.de\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/Schulze_Lind-Preis_2015_02.jpg\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"394\" srcset=\"http:\/\/lusitanistenverband.de\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/Schulze_Lind-Preis_2015_02.jpg 260w, http:\/\/lusitanistenverband.de\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/Schulze_Lind-Preis_2015_02-198x300.jpg 198w, http:\/\/lusitanistenverband.de\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/Schulze_Lind-Preis_2015_02-160x242.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/div>\n<div class=\"csc-textpic-text\">\n<p class=\"bodytext\"><b>Peter W. Schulze<\/b>\u00a0machte seinen Magister in Filmwissenschaft (Magister Artium mit Auszeichnung) sowie sein Diplom in Bildender Kunst\/Fotografie an den Universit\u00e4ten Mainz, Madrid, Paris und Rio de Janeiro.<br \/>\nAls Promotions-Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung und des DAAD absolvierte er anschlie\u00dfend ein Doktoratsstudium, das er 2013 mit der Studie \u201eStrategien kultureller Kannibalisierung. Postkoloniale Repr\u00e4sentationen vom brasilianischen Modernismo zum Cinema Novo\u201c an der Johannes Gutenberg-Universit\u00e4t Mainz mit der H\u00f6chstnote \u201eSumma cum laude\u201c abschloss.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Er arbeitete zun\u00e4chst als Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Filmwissenschaft und Mediendramaturgie an der Universit\u00e4t Mainz, bis er 2013 an die Hispanistik der Universit\u00e4t Bremen wechselte. Seine T\u00e4tigkeiten im Bremer Masterstudiengang \u201eTransnationale Literaturwissenschaft: Literatur \u2013 Theater \u2013 Film\u201c brachten ihm nicht zuletzt 2015 die Leitung des DFG-Forschungsprojekts \u201eTransnational and Cross-Media Interconnections in Latin American Film Musicals\u201c ein. Neben zahlreichen Auslandsaufenthalten an brasilianischen Universit\u00e4ten ist Peter W. Schulze Autor von bereits vielbeachteten Monographien, u.a. zum Oeuvre von Glauber Rocha sowie zur brasilianischen Gegenwartsliteratur und zum lateinamerikanischen Gegenwartskino.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"csc-textpic-clear\"><\/div>\n<\/div>\n<div id=\"c3897\" class=\"csc-default\">\n<div class=\"csc-header csc-header-n3\">\n<h1>L A U D A T I O der Pr\u00e4sidentin des DLV<\/h1>\n<\/div>\n<h3><b>Anl\u00e4sslich der \u00dcberreichung des Georg-Rudolf-Lind-F\u00f6rderpreis f\u00fcr Lusitanistik 2015 am 18. September 2015 im Kr\u00f6nungssaal des Aachener Rathauses<\/b><\/h3>\n<p class=\"bodytext\">Sehr geehrter Herr Oberb\u00fcrgermeister,<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><span lang=\"FR\">Exma Sra. Dra. Marisa Mendon\u00e7a,<\/span><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Exma Sra. Dra. Ana Paula Laborinho,<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><span lang=\"FR\">Exma Sra. Dra. Carla Amado,<\/span><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Liebe Anne Begenat-Neusch\u00e4fer,<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Lieber Helmut Siepmann,<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Liebe Lusitanistinnen und Lusitanisten,<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Liebe G\u00e4ste von nah und fern,<\/p>\n<p class=\"bodytext\">auch ich m\u00f6chte Sie alle im Namen des DLV sehr herzlich hier in diesem wundersch\u00f6nen Kr\u00f6nungssaal der Stadt Aachen begr\u00fc\u00dfen, verbunden mit einem tiefempfundenen Dankesch\u00f6n an unseren Gastgeber, die Stadt Aachen, die uns hier ihr \u201ebestes Zimmer\u201c so gro\u00dfz\u00fcgig zur Verf\u00fcgung stellt: Lieber Herr Oberb\u00fcrgermeister, es ist uns eine gro\u00dfe Ehre, unsere Preisverleihung an diesem herausragenden Ort, dem Orte der Orte f\u00fcr Preisverleihungen \u00fcberhaupt, dem Kr\u00f6nungssaal der Stadt Aachen, vorzunehmen. Hier, wo allj\u00e4hrlich der renommierte Karlspreis verliehen wird, die h\u00f6chste Auszeichnung an bedeutende Pers\u00f6nlichkeiten, die die Bundesrepublik zu vergeben hat, hier hat der DLV die gro\u00dfe Freude, zwar nicht den Karlspreis, aber immerhin den \u201eKleinen Karlspreis f\u00fcr Lusitanistik\u201c zu vergeben. Einen perfekteren Rahmen k\u00f6nnten wir uns nicht w\u00fcnschen, um diesen unseren Georg-Rudolf-Lind Preis, nun zum bereits f\u00fcnften Male, zu \u00fcberreichen. Herzlichen Dank daf\u00fcr!<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Lauten die Statuten des DLV in Bezug auf den Georg-Rudolf-Lind-Preis unter Grunds\u00e4tzliches, ich zitiere: \u201eDurch die gezielte Pr\u00e4mierung einer herausragenden Qualifikationsarbeit mittels Vergabe des Georg-Rudolf-Lind-F\u00f6rderpreises f\u00fcr Lusitanistik, [\u2026] will der DLV junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler f\u00f6rdern, deren Forschungen im Bereich der Lusitanistik besonders auszeichnenswert sind,\u201c so freue ich mich, Ihnen, lieben Kolleginnen und Kollegen, lieben Lusitanistinnen und Lusitanisten, heute mitteilen zu k\u00f6nnen, dass der Vorstand des DLV sich einstimmig daf\u00fcr entschieden hat, den diesj\u00e4hrigen Georg-Rudolf-Lind-Preis, der mit 500.- Euro dotiert ist, an Dr. Peter W. Schulze von der Universit\u00e4t Bremen zu \u00fcberreichen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Erlauben Sie mir einige kurze Worte zu unserem f\u00fcnften Preistr\u00e4ger: Peter W. Schulze machte seinen Magister in Filmwissenschaft (Magister Artium mit Auszeichnung) sowie sein Diplom in Bildender Kunst\/Fotografie an den Universit\u00e4ten Mainz, Madrid, Paris und Rio de Janeiro.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Als Promotions-Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung und des DAAD absolvierte er anschlie\u00dfend ein Doktoratsstudium, das er 2013 mit der Studie \u201eStrategien kultureller Kannibalisierung. Postkoloniale Repr\u00e4sentationen vom brasilianischen Modernismo zum Cinema Novo\u201c an der Johannes Gutenberg-Universit\u00e4t Mainz mit der H\u00f6chstnote \u201eSumma cum laude\u201c abschloss.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Er arbeitete zun\u00e4chst als Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Filmwissenschaft und Mediendramaturgie an der Universit\u00e4t Mainz, bis er 2013 an die Universit\u00e4t Bremen wechselte. Seine T\u00e4tigkeiten im Bremer Masterstudiengang \u201eTransnationale Literaturwissenschaft: Literatur \u2013 Theater \u2013 Film\u201c brachten ihm nicht zuletzt 2015 die Leitung des DFG-Forschungsprojekts \u201eTransnational and Cross-Media Interconnections in Latin American Film Musicals\u201c ein. Neben zahlreichen Auslandsaufenthalten an brasilianischen Universit\u00e4ten ist Peter W. Schulze Autor von bereits vielbeachteten Monographien, u.a. zum Oeuvre von Glauber Rocha sowie zur brasilianischen Gegenwartsliteratur und zum lateinamerikanischen Gegenwartskino.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Mit dem Preis, der im Namen eines der bedeutendsten Lusitanisten des 20. Jahrhunderts ausgelobt wird, dem vielseitigen \u00dcbersetzer und Gelehrten Georg-Rudolf-Lind \u2013 der \u00fcbrigens ein \u00f6sterreichischer, n\u00e4mlich ein Grazer Professor war, bevor er in seine Wahlheimat Portugal zog, wenn ich das als Berufs-\u00d6sterreicherin und Wahl-Wienerin mal kurz erw\u00e4hnen darf \u2013 wird heute die Dissertationsschrift von Dr. Peter W. Schulze ausgezeichnet, die den erw\u00e4hnten Titel tr\u00e4gt: \u201eStrategien kultureller Kannibalisierung. Postkoloniale Repr\u00e4sentationen vom brasilianischen Modernismo zum Cinema Novo\u201c; sie wurde in beiden Gutachten mit \u201eSehr gut\u201c bewertet.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Ganz im Sinne Georg-Rudolf-Linds, der entschieden mehr war als \u201enur\u201c ein exzellenter Vertreter seiner Fachdisziplin, sondern die schwierige Spezialit\u00e4t verstand, \u00dcbersetzer, Autor und Wissenschaftler zugleich zu sein, \u00fcberzeugt Peter W. Schulze in seiner Untersuchung gerade durch die schwierige Verbindung zwischen theoretischer Reflexion und deren praktischem Niederschlag. Indem es ihm gelingt, die bekannten und weniger bekannten Kultureme des brasilianischen Modernismo in eine ganz neue Wirk-Linie zu den Filmen des Cinema Novo zu setzen, schraubt er an der gewohnten Ordnung der brasilianischen Medien- und Kunstlandschaft, was gr\u00f6\u00dfte historische und -theoretische Auswirkungen auf die gesamte brasilianische Kulturgeschichte hat.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Ich zitiere aus den Gutachten:<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u201eDie Arbeit thematisiert den Tropicalismo im Kontext postkolonialer Diskurse und zeigt, wie mit dieser Bewegung im R\u00fcckgriff auf Oswald de Andrades\u00a0<i>antropofagia<\/i>eine neue politische Kunst entstand [\u2026]. Herausgearbeitet werden die neuen politisch-\u00e4sthetischen Strategien des Tropicalismo, die als bedeutender Beitrag f\u00fcr den postkolonialen Diskurs zu werten sind, wie erstmals eingehend gezeigt wird [\u2026].\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u201eLetztlich gelingt es Schulze \u00fcberaus einleuchtend, das \u201eManifesto Antrop\u00f3fago\u201c \u2013 unter Ber\u00fccksichtigung historischer, politischer und kultureller Kontexte sowie diskursiver Verbindungslinien \u2013 als postkoloniales\u00a0,Instrument des Denkens\u02bb\u00a0geltend zu machen, in dem sich Kulturpraxis und Theorieansatz verschr\u00e4nken.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Diskussion um Antropophagie, Tropikalismus und Neokolonialismus wird auf h\u00f6chstem theoretischen Niveau neu entfacht, um das innovative Konzept des kannibalistischen Neo-Tropikalismus auferstehen zu lassen. Dadurch, dass es Peter. W Schulze aber zudem gelingt, seine theoretischen Modelle immer durch umfassende filmanalytische Studien zu belegen, versteht er es meisterhaft, und zwar ganz im Lind-schen Sinne mit Herzblut und Belesenheit, um nicht zu sagen Besessenheit am Stoff, die Qualit\u00e4ten der Neueren Theorien zu Postkolonialismus, Kannibalismus und Orientalismus souver\u00e4n zu verbinden mit unserer Fachdisziplin, der Lusitanistik.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Gerade diese methodische Offenheit ist es, die uns in Gedenken an unseren Namensgeber besonders erfreut dar\u00fcber sein l\u00e4sst, mit Peter W. Schulze einen Preistr\u00e4ger ausgemacht zu haben,\u00a0 dessen multiperspektivische Herangehensweise aus hochaktueller kulturwissenschaftlicher Reflexion und filmischer Kreativit\u00e4t, in steter enger Verbindung zu unserem Fach der Lusitanistik, \u00a0ihn zu einem w\u00fcrdigen Vertreter unseres Preises machen. In diesem Sinne w\u00fcnsche ich dir, lieber Peter, f\u00fcr deinen weiteren wissenschaftlichen Werdegang nur das Allerbeste; wir werden in der Lusitanistik sicher noch einiges von dir h\u00f6ren und lesen!<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Prof. Dr. Kathrin Sartingen<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Pr\u00e4sidentin des Deutschen Lusitanistenverbands DLV<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Georg-Rudolf-Lind-F\u00f6rderpreis f\u00fcr Lusitanistik Portr\u00e4t des Preistr\u00e4gers Peter W. Schulze\u00a0machte seinen Magister in Filmwissenschaft (Magister Artium mit Auszeichnung) sowie sein Diplom in Bildender Kunst\/Fotografie an den Universit\u00e4ten Mainz, Madrid, Paris und Rio de Janeiro. 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