{"id":90,"date":"2017-11-18T18:18:04","date_gmt":"2017-11-18T17:18:04","guid":{"rendered":"http:\/\/romanistisches-kolloquium.de\/dlv\/?page_id=90"},"modified":"2017-12-28T17:22:17","modified_gmt":"2017-12-28T16:22:17","slug":"preistraeger-2011","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/lusitanistenverband.de\/pt\/foerderpreis\/preistraeger-2011\/","title":{"rendered":"Preistr\u00e4ger 2011"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<div id=\"c1636\" class=\"csc-default\">\n<div class=\"csc-header csc-header-n1\">\n<h1 class=\"csc-firstHeader\">Georg-Rudolf-Lind-F\u00f6rderpreis f\u00fcr Lusitanistik<\/h1>\n<\/div>\n<h3>Portr\u00e4t der Preistr\u00e4ger 2011<\/h3>\n<p class=\"bodytext\">\n<\/div>\n<div id=\"c1637\" class=\"csc-default\">\n<div class=\"csc-textpic csc-textpic-intext-right\">\n<div class=\"csc-textpic-imagewrap csc-textpic-single-image\"><a href=\"http:\/\/lusitanistenverband.de\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/isabel_francisco.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-671\" src=\"http:\/\/lusitanistenverband.de\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/isabel_francisco.jpg\" alt=\"\" width=\"272\" height=\"352\" \/><\/a><\/div>\n<div class=\"csc-textpic-text\">\n<p class=\"bodytext\"><b>Isabel Francisco<\/b>\u00a0ist 1981 in Hamburg geboren. In der Hansestadt besuchte sie das Gymnasium und absolvierte ein Magisterstudium der F\u00e4cher Portugiesisch und Geschichtswissenschaft. W\u00e4hrend des Studiums besuchte sie die Universidade Nova de Lisboa im Rahmen des Erasmus-Programms. Au\u00dferdem nahm sie an Forschungsprojekten in Portugal und Deutschland teil.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Sie schloss ihr Magisterstudium im Fach Portugiesisch an der Universit\u00e4t Hamburg mit einer Arbeit zum Thema &#8220;Konstruktionen von Identit\u00e4t im Prosawerk Helder Macedos&#8221; bei Prof. Martin Neumann ab. F\u00fcr diese Arbeit wurde sie w\u00e4hrend des 9. Deutschen Lusitanistentags in Wien mit dem Georg-Rudolf-Lind F\u00f6rderpreis f\u00fcr Lusitanistik ausgezeichnet (ex-aequo mit Sebastian Knoth).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"csc-textpic-clear\"><\/div>\n<\/div>\n<div id=\"c1638\" class=\"csc-default\">\n<div class=\"csc-textpic csc-textpic-intext-left\">\n<div class=\"csc-textpic-imagewrap csc-textpic-single-image\"><a href=\"http:\/\/lusitanistenverband.de\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/sebastian_knoth.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-670\" src=\"http:\/\/lusitanistenverband.de\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/sebastian_knoth.jpg\" alt=\"\" width=\"215\" height=\"286\" srcset=\"http:\/\/lusitanistenverband.de\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/sebastian_knoth.jpg 215w, http:\/\/lusitanistenverband.de\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/sebastian_knoth-160x213.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 215px) 100vw, 215px\" \/><\/a><\/div>\n<div class=\"csc-textpic-text\">\n<p class=\"bodytext\"><b>Sebastian Knoth<\/b>\u00a0ist 1982 in Bad Kreuznach geboren. Nach einem 14-monatigen Zivildienst am Colegio Rosenhammer in San Ignacio de Velasco (Bolivien) nahm er im Jahre 2004 das Studium der Lusitanistik und Hispanistik an der Universit\u00e4t Trier auf. W\u00e4hrend des Studiums besuchte er die Universidade Nova de Lisboa im Rahmen des Erasmus-Programms. Dar\u00fcber hinaus ist Sebastian Knoth Freier Journalist bei diversen Kultur- und Sportzeitschriften.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Das Studium schloss er an der Universit\u00e4t Trier mit einer Arbeit zum Thema &#8220;,Em futebol, o pior cego \u00e9 o que s\u00f3 v\u00ea a bola.&#8217; ,Beim Fu\u00dfball ist der gr\u00f6\u00dfte Blinde der, der nur den Ball sieht.&#8217; Fu\u00dfballinszenierungen in der brasilianischen Literatur am Beispiel der Theaterst\u00fccke \/A Falecida\/ von Nelson Rodrigues und \/Chapetuba Futebol Clube\/ von Oduvaldo Vianna Filho&#8221; bei Prof. Dr. Henry Throrau ab. F\u00fcr diese Arbeit wurde er w\u00e4hrend des 9. Deutschen Lusitanistentags in Wien mit dem Georg-Rudolf-Lind F\u00f6rderpreis f\u00fcr Lusitanistik ausgezeichnet (ex-aequo mit Isabel Francisco).<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><a href=\"http:\/\/lusitanistenverband.de\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/CV-Sebastian_Knoth.pdf\">Lebenslauf als PDF<\/a>\u00a0(Stand: 2011)<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"csc-textpic-clear\"><\/div>\n<\/div>\n<div id=\"c1639\" class=\"csc-default\">\n<div class=\"csc-header csc-header-n4\">\n<h1>L a u d a t i o des Pr\u00e4sidenten des DLV<\/h1>\n<\/div>\n<div class=\"csc-textpic-text\">\n<h3>Anl\u00e4sslich der \u00dcberreichung des Georg-Rudolf-Lind-F\u00f6rderpreis f\u00fcr Lusitanistik 2011 am 14. September 2011 im Rathaus der Stadt Wien<\/h3>\n<p class=\"bodytext\">Meine Damen und Herren:<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Ich freue mich au\u00dferordentlich, dass der in der Amtszeit von 1999-2001 eingerichtete Georg-Rudolf-Lind-F\u00f6rderpreis f\u00fcr Lusitanistik des Deutschen Lusitanistenverbandes heute, am 14. September 2011, im Rahmen des 9. Deutschen Lusitanistentages, zum dritten Mal vergeben werden kann; ein Preis, der nach unserem gro\u00dfen, 1990 im Alter von nur 65 Jahren verstorbenen Kollegen Georg Rudolf Lind benannt ist \u2013 was w\u00e4re die Fernando Pessoa-Rezeption ohne seine \u00fcbersetzerische und wissenschaftliche Arbeit \u2013 ein Preis, mit dem jeweils ein junger deutschsprachiger Wissenschaftler und eine junge deutschsprachige Wissenschaftlerin f\u00fcr ihre herausragende Arbeit auf dem Gebiet der portugiesischen, brasilianischen und lusophonen afrikanischen Literatur-, Sprach- und Kulturwissenschaft ausgezeichnet werden soll, und der mit 500.- Euro dotiert ist.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">In der Amtsperiode 2009-2011 wurden vier Arbeiten eingereicht. Der Preis geht \u2013 mit einem einstimmigen Votum des amtierenden Vorstandes \u2013zu gleichen Teilen an Isabel Francisco aus Hamburg und Sebastian Knoth aus Wiesbaden.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Das Preisgeld wurde aufgestockt um 50.- \u20ac von unserem Kollegen und Vizepr\u00e4sidenten des DLV, Martin Neumann und um 50 \u20ac von mir, so dass jeder der Preistr\u00e4ger den, wenn auch bescheidenen, Betrag von 300,00 \u20ac erh\u00e4lt. Aber es ist dies ja auch eher ein symbolischer Preis, die Anerkennung und die dadurch m\u00f6glicherweise erworbene Reputation f\u00fcr eine wissenschaftliche Weiterf\u00f6rderung wiegen schwerer.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Isabel da Silva Francisco wird ausgezeichnet f\u00fcr ihre 2009 an der Universit\u00e4t Hamburg eingereichte und von beiden Gutachtern mit der Note sehr gut (1,0) bewertete Magisterarbeit Konstruktion(en) von Identit\u00e4t in Sem Nome von Helder Macedo; Sebastian Knoth f\u00fcr seine 2010 an der Universit\u00e4t Trier eingereichte und von beiden Gutachtern mit der Note sehr gut (1,0) bewertete Magisterarbeit \u00bbEm futebol, o pior cego \u00e9 o que s\u00f3 v\u00ea a bola.\u00ab \u00bbBeim Fu\u00dfball ist der gr\u00f6\u00dfte Blinde der, der nur den Ball sieht.\u00ab Fu\u00dfballinszenierungen in der brasilianischen Literatur am Beispiel der Theaterst\u00fccke A Falecida von Nelson Rodrigues und Chapetuba Futebol Clube von Oduvaldo Vianna Filho.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Lassen Sie mich kurz aus den Gutachten bzw. Begr\u00fcndungen zitieren:<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Zu Isabel Franciscos Magisterarbeit Konstruktion(en) von Identit\u00e4t in Sem Nome von Helder Macedo merkt der Gutachter Prof. Dr. Markus Sch\u00e4ffauer an:<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u201eDie Verfasserin hat sich viel vorgenommen, da einerseits zum untersuchten Roman praktisch noch keinerlei Sekund\u00e4rliteratur existiert und andererseits die Fragestellung nach einer postmodernen Identit\u00e4t sehr anspruchsvoll ist. Die damit verbundene Argumentation wird von der Verfasserin auf einem durchgehend hohen argumentativen Niveau ausgef\u00fchrt.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Und Prof. Martin Neumann schreibt in seinem Erstgutachten: \u201eFrau Francisco hat ihre Aufgabe mit Bravour gemeistert, [\u2026] wobei ich (das) Kapitel \u2018[\u2026] Identit\u00e4t und diff\u00e9rance\u2019 f\u00fcr ganz besonders gelungen halte, weil hier auf plausible Weise Derridas \u00dcberlegungen mit postmodernen Identit\u00e4tskonzepten zusammengef\u00fchrt werden. [\u2026] so dass ein operationalisierbares Theoriemodell vorliegt, das im zweiten Teil auf den Roman Sem Nome angewandt wird. [\u2026] die Konstruktion kollektiver Identit\u00e4t, konkret an einer Identit\u00e4t Portugals nach dem Ende des Salazarismus und der Kolonialzeit. [\u2026] die Ergebnisse der akribischen und [\u2026] feinsinnigen Textanalysen [\u2026] (sind) in einem klugen Oszillieren zwischen Theorieteil und Textanalyseteil v\u00f6llig \u00fcberzeugend.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Zu Sebastian Knoths Magisterarbeit \u00bbEm futebol, o pior cego \u00e9 o que s\u00f3 v\u00ea a bola.\u00ab \u00bbBeim Fu\u00dfball ist der gr\u00f6\u00dfte Blinde der, der nur den Ball sieht.\u00ab Fu\u00dfballinszenierungen in der brasilianischen Literatur am Beispiel der Theaterst\u00fccke A falecida von Nelson Rodrigues und Chapetuba Futebol Clube von Oduvaldo Vianna Filho merkt die Zweitgutachterin Prof. Dr. Claudia Hammerschmidt, Universit\u00e4t Jena, an:<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u201eHerr Sebastian Knoth widmet sich mit seiner Arbeit einem hochaktuellen Thema der Literatur- und Kulturwissenschaft: der Frage nach der Funktionalisierung von Gro\u00dfsportereignissen in der Literatur. Im Fokus stehen dabei zwei brasilianische Theaterst\u00fccke der 1950er Jahre, deren Autoren zwar h\u00f6chst heterogene politische Ansichten und damit verbundene Theaterkonzeptionen vertreten, diese aber beide anhand der Auseinandersetzung mit Stellung und Rezeption des Fu\u00dfballs in der brasilianischen Gesellschaft und also durch die Fu\u00dfballinszenierungen in Szene setzen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Nach einer geschickten \u201eVorbemerkung\u201c (S. 1-4), die in das Thema einf\u00fchrt und das weitere methodische Vorgehen erl\u00e4utert, widmet sich der Vf. einer gut gegliederten Darlegung der Geschichte des \u201eFu\u00dfballs in Brasilien\u201c [\u2026], die insbesondere auch im Zusammenhang mit der nationalen Identit\u00e4tsfrage, brisanten politischen Themen wie Rassismus und Neokolonialismus sowie dem Faktor der Integration multiethnischer Bev\u00f6lkerungsschichten betrachtet wird.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">[\u2026] Knoth versteht es [\u2026] hervorragend, kulturpolitische und dramenanalytische Aspekte miteinander zu verbinden. [\u2026]<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die [\u2026] Unterschiede in Anlage und Funktionalisierung der St\u00fccke werden [\u2026] unter Ber\u00fccksichtigung auch des pers\u00f6nlichen (feindlichen) Verh\u00e4ltnisses zwischen den Autoren, v.a. aber durch die Gegen\u00fcberstellung des Aufbaus der St\u00fccke, ihrer unterschiedlichen Handhabe der Darstellung von Zeit sowie insbesondere durch die Ausstellung der verschiedenen Beweggr\u00fcnde des unmoralischen Handelns der Protagonisten [\u2026] vertieft und deutlich gemacht. [\u2026] Die Arbeit ist hervorragend strukturiert und recherchiert.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Da Sebastian Knoth inzwischen nicht nur zum Thema Fu\u00dfball in der Brasilianischen Literatur promoviert, seinen Lebensunterhalt als Sportjournalist u.a. bei 11 Freunde verdient, sondern sich auch in der Jugendarbeit sozial engagiert und ausgerechnet dieser Tage ein Seminar f\u00fcr die Sozialen Lerndienste in Trier abhalten muss, kann er seinen Preis leider nicht pers\u00f6nlich in Empfang nehmen. Einen Applaus hat er dennoch verdient. Ich werde ihm die Urkunde nachtr\u00e4glich in Trier \u00fcberreichen. Aber Ihnen, liebe Frau Isabel da Silva Francisco, kann ich den Preis pers\u00f6nlich \u00fcberreichen. Beiden Preistr\u00e4gern w\u00fcnschen wir f\u00fcr ihre weitere wissenschaftliche Zukunft das erdenklich Beste.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Prof. Dr. Henry Thorau<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Pr\u00e4sident des Deutschen Lusitanistenverbandes DLV<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Georg-Rudolf-Lind-F\u00f6rderpreis f\u00fcr Lusitanistik Portr\u00e4t der Preistr\u00e4ger 2011 Isabel Francisco\u00a0ist 1981 in Hamburg geboren. In der Hansestadt besuchte sie das Gymnasium und absolvierte ein Magisterstudium der F\u00e4cher Portugiesisch und Geschichtswissenschaft. 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